Delfinarien in Urlaubsländern

Delfin-Vorführung: Tiertrainerin mit einem Delfin

In Deutschland hat man in den letzten Jahren zunehmend erkannt, dass sich Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht halten lassen. Delfine legen in freier Wildbahn Strecken von bis zu 100 Kilometern pro Tag zurück und tauchen bis zu 200 Meter tief. Ihr Bewegungsbedürfnis lässt sich in Delfinarien nicht stillen. Delfinarien sind hierzulande deshalb ein Auslaufmodell - von ursprünglich neun sind nur noch zwei in Betrieb.

In anderen Ländern werden hingegen ständig neue Delfinarien errichtet, besonders in Spanien. Deutsche Reiseveranstalter bewerben den Besuch solcher Einrichtungen und Tierparks und fördern damit die Gefangenschaftshaltung der Delfine. Wir haben deshalb deutsche Reiseveranstalter angeschrieben und sie aufgefordert, in Zukunft keine Delfinarien oder Zoos mehr zu bewerben.

TUI nimmt Delfinarien aus dem Programm

Der Reiseveranstalter TUI hatte daraufhin derartige Shows aus seinem Programm genommen. Für das Sealanya-Delfinarium in Alanya, Türkei waren 2008 zehn Delfine aus der grausamen japanischen Delfintreibjagd in Taiji importiert worden. Vier dieser Tiere starben im Frühjahr 2010 in dem Delfinarium. 2013 gab TUI bekannt, das Delfinarium wieder im Programm zu haben. Auf unsere kritische Nachfrage hin teilte uns der Reiseveranstalter mit, dass der Verkauf doch wieder gestoppt und nur bei erfolgreichem "Audit" durch eine unabhängige Organisation wieder aufgenommen würde.

Wir bleiben dran und appellieren auch an alle Reisenden, keine Delfinarien zu besuchen, damit durch die sinkende Nachfrage die Gefangenschaft der Delfine endlich ein Ende hat.