Zoos und Vergnügungsparks unterstützen die Delfinjagd

Zwei Delfine schauen mit dem Kopf aus dm Wasser

Seit den 1980er Jahren kooperiert die japanische Fangflotte weltweit mit Vergnügungsparks, die Delfine abnehmen. Die Delfinarien unterstützen damit diese Jagd. Zu Beginn der Zusammenarbeit war vor allem Sea World (USA) die treibende Kraft für die Jagd auf kleine Schwertwale in Japan. Heute beziehen insbesondere asiatische Delfinarien ihre Tiere aus der "Drive-Fishery". Bis zu 100.000 US-Dollar zahlen die Delfinarien pro Tier.

Verschiedene kleine Küstengemeinden sind in diese Kooperationen besonders eingebunden. Zwischen 2000 und 2004 wurden bei Treibjagden in Taiji, Japan, mehr als 6.000 Delfine und Kleinwale getötet und fast 250 Delfine lebend gefangen genommen. In einer anderen Kleinstadt, Futo, wurden 2004 etwa 100 Delfine in den Hafen getrieben. Sechs verschiedene Aquarien wählten 14 Tiere aus. Fünf Delfine wurden getötet. Mindestens vier weitere starben im Zuge der brutalen Jagd.

Einsatz für die Delfintherapie

2007 wurden nachweislich mehrere Große Tümmler aus Japan in die Türkei importiert. Sie sollten dort für therapeutische Zwecke einegsetzt werden. Wissenschaftlich haltbare Beweise, dass eine Therapie mit den durch "Flipper" berühmt gewordenen Sympathieträgern besser wirkt als andere Therapien, sind allerdings bisher nicht erbracht. Vielmehr verbergen sich dahinter wirtschaftliche Interessen der Delfinarienbetreiber.

Sowohl die Fangmethoden als auch die Haltungsbedingungen in der Gefangenschaft können die Lebenserwartung eines Delfins drastisch verringern. Einige Tiere sterben bereits während der Jagd, andere noch bevor sie das Delfinarium überhaupt erreicht haben. Für diejenigen, die lebend ankommen, sind die Bedingungen in den Delfinarien unzumutbar. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Todesraten in den ersten fünf Tagen der Gefangenschaftshaltung besonders groß sind.

Delfine sind hochintelligente Tiere mit komplexen Sozialstrukturen. Mit ihrem Bewusstsein und ihrer Empfindungsfähigkeit erleben die Tiere während ihrer Gefangennahme, dem Zusammentreiben und dem lange andauernden Todeskampf unbeschreibliches Leid.