Der tierschutzgerechte Garten

Kohlmeisen

Was gibt es Schöneres als einen Garten voller Leben? Damit sich neben Ihnen und Ihrer Familie auch Ihre Haustiere und die frei lebenden Tiere in Ihrer Umgebung wohl fühlen, sollte das Grundstück möglichst gefahrenfrei gestaltet sein. Mit ein paar kleinen Tricks können Sie Ihren Garten auch zur sicheren Zone für Tiere machen.

Verborgene Gefahren

Ein weitestgehend natürlich gehaltener Garten liefert vielen Tieren einen natürlichen Lebensraum. Doch verborgene Fallen im Garten können Tieren zum Verhängnis werden. Indem Sie einen kleinen Rundgang machen, können Sie bereits viele davon ausfindig machen: Gibt es spitze Gegenstände, offene Behälter, tiefe Schächte oder Brunnen? In den meisten Fällen lassen sich tierschutzgerechte Alternativen finden. Achten Sie zum Beispiel darauf, Gartenhäuschen oder Schuppen entweder immer offen, oder immer geschlossen zu halten. So vermeiden Sie, dass Tiere, die dort eine Zuflucht suchen, eingesperrt werden.

Lichtschächte, Kellerfenster

Oft gibt es zwischen Kellerfenstern und der Gitterabdeckung Zwischenräume, die besonders für Igel aber auch für andere Kleinsäuger wie Mäuse oder auch für junge Katzen eine große Gefahr sein können. Die Tiere fallen hinein, bleiben stecken und verenden meist unter großen Schmerzen. Ein möglichst feinmaschiges Lochblech, mit Kabelbinder, Schnur oder Ähnlichem befestigt, kann hier helfen, böse Überraschungen zu vermeiden.

Kellertreppen

Offene Vorkeller und Kellertreppen laden Tiere besonders im Winter dazu ein, Schutz vor Nässe und Kälte zu suchen. Damit sie problemlos auch wieder nach oben kommen, empfiehlt sich eine schmale Holzleiste am Rand der Treppe anzubringen oder durch Steine die Abstände zwischen den Treppenstufen zu verringern.

Offene Wasserstellen

Der Gartenteich ist für Tiere ein gern gesehener Wasserspender. Damit die kleine Oase nicht zur Ertrinkungsfalle wird, sollten Teiche mit einem flachen Ufer angelegt werden, so dass die Tiere beim Versuch zu trinken nicht hineinrutschen. Indem Sie zusätzlich eine Rampe anbringen, schützen Sie Ihre Haustiere und andere Kleintiere wie Igel etc. Als Rampe eignet sich z.B. ein Holzbrett, das Sie mit Querleisten versehen können. So verringern Sie die Rutschgefahr und bieten den Tieren mehr Sicherheit.

Regentonnen, Behälter und Brunnen

Eimer oder leere Blumenkübel, gefüllt mit Wasser, können ebenfalls Ertrinkungsgefahren bergen. Einmal hinein gefallen, haben die Tiere an den steilen und glitschigen Innenwänden kaum eine Chance sich zu retten. Achten Sie deshalb darauf, Behälter möglichst abzudecken oder schräg zu legen.

Vogelschutz

Um das eigene Grundstück abzugrenzen wird oft zu Stacheldraht und Weidezaun gegriffen. Besonders größere Vögel und Greifvögel gehören zu den Opfern dieser gefährlichen Einzäunungen. Sie verfangen sich mit Ihren Flügeln an den Widerhaken und verletzen sich oft grausam beim Befreiungsversuch, der in den meisten Fällen unglücklich ausgeht.

Glasfassaden, Terrassentüren

Große Glasfassaden und Fenster werden Vögeln immer wieder zum Verhängnis. Um Unfälle zu vermeiden, sollten sie flächendeckend mit einem Muster versehen werden. Die allseits bekannten schwarzen Vogel-Silhouetten helfen in vielen Fällen nicht. Eine wirkungsvolle Markierung sollte aus kontrastierenden, mindestens zwei Zentimeter breiten Streifen bestehen, die senkrecht angeordnet aufgemalt, aufgeklebt oder eingefräst werden kann. Der Abstand zwischen den Streifen sollte zehn Zentimeter nicht überschreiten. Hilfreich ist auch, die Scheiben von innen mit Jalousien, Gardinen oder Rollos so abzuhängen, dass die Vögel sie wahrnehmen können.