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Tierquälerische Traditionen in Spanien

 
 
Spanien ist ein beliebtes Urlaubsland. Kein Wunder, locken doch Sonne, Strand und Meer, gastfreundliche Menschen, eine gute Küche und zahlreiche, größere und kleinere taditionelle Feste. Viele dieser Veranstaltungen sind allerdings mit erheblicher Tierqual verbunden. Einige Beispiele:

Stierkampf


Die Tötung des Stieres in der Arena mit dem Todesstoß ist bis heute in Spanien erlaubt. Tötungen von Stieren erfolgen aber auch in den Übungen der Stierkampfschulen. Pro Jahr werden in Spanien etwa 2.000 Stierkämpfe durchgeführt, in denen sehr viele Stiere "verbraucht" werden (circa 30.000 Tiere im Jahr). Nur etwa 14 Prozent aller Spanier besuchen Stierkämpfe. Die meisten Besucher der Stierkampfarenen sind Touristen, die den Stierkampf als "typisch spanische Urlaubsattraktion" erleben wollen.
 
 

Stiertreiben in Pamplona

Als Volksfest zu Ehren eines Schutzpatrons der Stadt wird in Pamplona ein Stiertreiben veranstaltet. Die Stiere werden dabei in Sechsergruppen durch die Stadt getrieben - zur Belustigung der Massen. Jedes Jahr gibt es dabei zahlreiche Verletzte und Tote in der Zuschauermenge. Aber auch die Tiere müssen dabei große Angst und Schmerzen durch Schläge und Stürze erleiden. Nach diesem Treiben kommen sie zum Stierkampf in die Arena und werden dort getötet.

 
 

Windhundrennen

Hunde, die bei Windhundrennen in Großbritannien nicht erfolgreiche waren, werden verkauft - besonders häufig nach Spanien. Nach einem strapaziösen Transport in Spanien angekommen, kaufen Händler die Tiere ausschließlich für Rennen. Stundenlang warten die Tiere in großer Hitze auf ihren Einsatz in der Arena. Vor den Wettkämpfen kaum oder nur unzureichend auf Krankheiten oder Verletzungen kontrolliert, müssen sie die Rennen bei den hohen Temperaturen überstehen. Verlierer werden nicht selten grausam getötet.

 
 

Töten von Jagdhunden

Obwohl in Spanien verboten, werden ausgemusterte Jagdhunde nach der Jagdsaison immer wieder auf grausame Weise getötet. Wie im Mittelalter findet man sie an Bäumen erhängt.

 
 

Wachtelschießen

In die Luft katapultierte Wachteln dienen Sportschützen in der spanischen Urlaubsprovinz Alicante als Ziel. Die lebenden Vögel werden mit speziellen Abschussvorrichtungen durch Kunststoffrohre hoch geschleudert und dann geschossen wie beim Scheibenschießen. In der Ortschaft Calpe an der Costa Blanca findet wiederholt das Schießturnier "Virgen del Pilar" statt.

 
 

Bereits abgeschaffte Traditionen

Verschiedene Traditionen, die mit Tierquälerei verbunden waren, wurden inzwischen abgeschafft. Zwei Beispiele:

  • Im spanischen Dorf Manganeses de la Polvorosa war es lange Zeit Tradition, bei einem alljährlichen Fest eine Ziege vom Kirchturm zu werfen. Unten wurde sie dann mit einem Sprungtuch aufgefangen. Im Jahr 2000 hat der Bürgermeister diesen Wurf vom Glockenturm verboten. Seither wurde diese Tierquälerei erfreulicherweise nicht mehr durchgeführt.

  • Bei einem Karnevalsbrauch im Dorf Albala wurde lebenden Hähnen der Kopf abgerissen. 2002 verfügte der Bürgermeister, dass nur noch tote Hähne zum Einsatz kommen sollten. Seither wird dieser makabre Brauch lediglich mit toten Tieren durchgeführt.

 

 
  Mehr zu diesem Thema:
Streit um den Stierkampf
Stierkämpfe in anderen Ländern
Aktion: Protestieren Sie gegen das Wachtelschießen
Tierschutz im Ausland
 
Pressemitteilungen
Ende der Stierkämpfe in Katalonien (28.07.10)
Tage großer Stierqual beginnen wieder (05.07.10)
Blutiges Gemetzel als Kulturgut? (26.03.10)
Ende der Stierkämpfe in Katalonien? (11.12.09)
Kritik am Stierrennen in Pamplona (02.07.08)
 
Downloads
Wir informieren..... Stierkampf (PDF)
Stierkämpfe - Barbarisches Gemetzel (Artikel aus du und das tier 3/07 - PDF Version)
 
 

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