|

EU-Chemikalienpolitik REACH |
|
|
Die meisten Chemikalien, die heute verwendet werden, wurden vor 1981 auf den Markt gebracht. Damals gab es in der EU noch keine gesetzlichen Regelungen für das Inverkehrbringen gefährlicher Substanzen. Für die meisten dieser Altchemikalien liegen keine Informationen darüber vor, ob oder wie giftig sie sind.
Die EU-Kommission beschloss daher Ende der 1990er Jahre, die europäischen Chemikaliengesetze vollständig zu überarbeiten. Anfang 2001 legte sie hierfür das Konzept für die neue EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) vor. Demnach sollten in den kommenden zwölf Jahren zehntausende Altchemikalien in Tierversuchen (Giftigkeitsprüfungen) nachgetestet werden. Offizielle Schätzungen gingen von zehn bis 45 Millionen Versuchstieren aus, die zur Prüfung der „wichtigsten“ Chemikalien eingesetzt werden sollten. Ende 2008 wurde die erste Vor-Registrierung der Chemikalien abgeschlossen. Die anfänglich geschätzte Zahl von circa 30.000 zu testenden Chemikalien hat sich auf 143.000 erhöht. Zurzeit wird von der zuständigen Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) überprüft, ob Stoffe mehrfach oder fehlerhaft registriert wurden. |
|
|
Der Deutsche Tierschutzbund schaltete sich sofort in das europäische Gesetzgebungsverfahren ein.
Denn längst ist erwiesen, dass Tierversuche nicht nur grausam, sondern darüber hinaus auch noch schlecht geeignet sind, gefährliche Effekte auf Mensch oder Umwelt vorherzusagen.
Die Experten des Deutschen Tierschutzbundes in seiner Akademie für Tierschutz arbeiteten eine wissenschaftlich fundierte Strategie aus, wie die Gefährlichkeit von Chemikalien tierversuchsfrei ermittelt werden kann. Diese Strategie belegte, dass moderne tierversuchsfreie Prüfstrategien – beruhend auf Computermodellen und Zellkulturverfahren – letztlich viel besser geeignet sind, Mensch und Umwelt vor unerwünschten Chemikalienwirkungen zu schützen.
|
|
|
Mit seinem Konzept hat sich der Deutsche Tierschutzbund aktiv in das sechsjährige Gesetzgebungsverfahren eingebracht und auf allen politischen und fachwissenschaftlichen Ebenen für ein Umdenken gekämpft. Letztlich zeigte dieser hartnäckige Einsatz Erfolg.
Nach einem langen politischen Ringen zwischen EU-Kommission, Europaparlament und Ministerrat wurde im Dezember 2006 die neue europäische REACH-Verordnung verabschiedet. Darin sind zwar nicht alle Forderungen des Tierschutzes erfüllt. Dennoch berücksichtigt sie viele wichtige Maßgaben, durch die Tierversuche verhindert werden und tierversuchsfreien Verfahren zur Anwendung verholfen wird. Viele Millionen Versuchstiere können damit gerettet werden.
Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich bei der Umsetzung von REACH dafür ein, dass alle verankerten Tierschutzmaßgaben EU-weit erfüllt werden. Gleichzeitig wird er weiterkämpfen - bis alle Tierversuche aus diesen und anderen Prüfvorschriften entfernt sind.
|
Mehr zu diesem Thema:
|
|
|
|
|
|

 | | |
 |
| Melden Sie Ihr Haustier beim Deutschen Haustierregister®.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| In den engen Käfigen können sich die Hennen kaum bewegen.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Privat lassen sich Echsen und Co nicht artgerecht halten.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Wie können Tiere zu ihrem Recht kommen?
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Millionen vegetieren in engen, dunklen Ställen.
|  |
|
| |
|

|