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Subventionen gestopptKeine Exporterstattungen mehr für Schlachtrinder |
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17 Jahre lang wurden Exporte lebender Rinder in Länder, die nicht zur EU gehörten, mit Steuergeldern subventioniert. Diese Transporte gingen meist in den Nahen Osten. Die Tiere waren tagelang unterwegs und wurden unter katastrophalen Bedingungen transportiert. Sie erlitten grausame Tierquälereien bis sie oft schon halbtot geschlachtet wurden. Erst nach jahrelangen Protesten der Tierschützer beendete die EU im Jahr 2006 endlich die Millionen-Förderung dieser unnötigen Exporte.
Hintergrund der Subventionen war die Überproduktion in Europa: Es sollten möglichst viele Rinder in Drittländer exportiert werden. Da die europäischen Preise nicht auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind, wurde der Handel subventioniert – der Export lebender Tiere wurde zum "guten" Geschäft, das die sinnlosen und tagelangen Tiertransporte zusätzlich anheizte. Aus diesem Grund hat sich der Deutsche Tierschutzbund in seinem Kampf gegen Tiertransporte vehement für die ausnahmslose Streichung dieser Beihilfen eingesetzt - mit Erfolg. |
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Immer noch LangstreckentransporteNicht betroffen von der Streichung der Gelder sind Zuchtrinder, ihr Export in Drittländer wird weiterhin finanziell unterstützt. Auch wenn Zuchttiere auf Grund ihres höheren Wertes gegenüber Schlachttieren meist besser behandelt werden, leiden auch sie während der tagelangen Fahrten unter völlig unzureichenden Bedingungen.
Obwohl die Strapazen für die Tiere bekannt sind, werden Langstreckentransporte - auch in den nahen Osten - weiterhin subventioniert und von der deutsche Bundesregierung gefördert. Deutschland betreibt hiermit eine widersprüchliche Politik: Einerseits kritisiert die Regierung Langstreckentransporte und fordert eine Begrenzung auf acht Stunden, andererseits fördert sie den Export von Zuchtrindern unter anderem nach Lybien und Ägypten.
2010 stieg die Nachfrage weiter: Deutschland exportierte fast 100.000 Zuchtrinder in rund 40 Staaten. Davon ging ein Großteil in südliche Länder, allein 39,6 Prozent nach Nordafrika, 25,5 Prozent nach Südeuropa (Griechenland, Italien, Portugal, Spanien) und 18,5 Prozent in andere Drittländer als Nordafrika.
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