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Delfinarien in Urlaubsländern |
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In Deutschland hat man in den letzten Jahren zunehmend erkannt, dass sich Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht halten lassen. Delfine legen in freier Wildbahn Strecken von bis zu 100 Kilometern pro Tag zurück und tauchen bis zu 200 Meter tief. Ihr Bewegungsbedürfnis lässt sich in Delfinarien nicht stillen. Delfinarien sind hierzulande deshalb ein Auslaufmodell - von ursprünglich neun sind nur noch drei in Betrieb.
In anderen Ländern werden hingegen ständig neue Delfinarien errichtet, besonders in Spanien. Deutsche Reiseveranstalter bewerben den Besuch solcher Einrichtungen und Tierparks und fördern damit die Gefangenschaftshaltung der Delfine. Wir haben deshalb deutsche Reiseveranstalter angeschrieben und sie aufgefordert, in Zukunft keine Delfinarien oder Zoos mehr zu bewerben. |
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TUI nimmt Delfinarien aus dem ProgrammDer Reiseveranstalter TUI hat daraufhin dem Deutschen Tierschutzbund erklärt, dass die Problematik bekannt sei und er deshalb 20 Delfinarien im Jahr 2009 durch den Dolphin Fund überprüfen ließ. Erfülle ein Delfinarium die Anforderungen der Konzernmutter TUI Travel PLC nicht, so TUI weiter, würden Konsequenzen gezogen - starke Verstöße könnten zum Verkaufsstopp führen. Dies war 2009 bei zwei Delfinarien der Fall, dem Delfinpark "Troy" in Belek und dem Park "Dolphin Land" in Antalya, beide in der Türkei. Diese Parks wurden unter anderem wegen der schlechten Haltung und mangehafter Hygiene aus dem Programm genommen.
Als im Februar 2010 publik wurde, dass vier von elf großen Tümmlern im Sealanya-Delfinarium in Alyana unter ungeklärten Umständen starben, reagierte TUI zunächst zögerlich. Das Sealanya-Delfinarium hatte 2008 Delfine aus japanischen Treibjagden importiert. Auf Anfrage des Deutschen Tierschutzbundes teilte das Unternehmen im April 2010 mit, dass das Sealanya-Delfinarium inzwischen aus dem Programm genommen wurde. Eine Wiedereröffnung sei nur bei einem erfolgreichen "Audit" möglich.
Wir begrüßen, dass TUI als ersten Schritt diese drei Delfinarien in der Türkei aus dem Programm genommen wurden. Dennoch ist diese Entscheidung nicht ausreichend, da aus Sicht des Tierschutzes kein Delfinarium tierschutzfreundlich sein kann. Immer noch leiden Delfine in vielen Delfinarien im Ausland, werden in Freiheit eingefangen, weil Nachzuchten in Delfinarien schwer möglich sind. Wir appellieren auch an alle Reisenden, keine Delfinarien zu besuchen, damit durch die sinkende Nachfrage die Gefangenschaft der Delfine endlich ein Ende hat.
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