durchgeführt vom Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
Wie sieht eine tierschutz- und klimagerechte Haltung aus?
Die Landwirtschaft gehört neben dem Energieverbrauch und dem Verkehr zu den Hauptursachen des Klimawandels. Dennoch spart die nationale Klimaschutzstrategie der Bundesregierung die Landwirtschaft weitgehend aus.
Vor allem Fleisch- und Milchproduktion sind weltweit für den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen verantwortlich. Rinder mit ihren hohen Methan-Emissionen gelten unter den landwirtschaftlichen Nutztieren als „Klimakiller" Nr. 1. Zugleich fehlen infolge des großflächigen Anbaus von Futterpflanzen Flächen für die unmittelbare Lebensmittelerzeugung.
Bleibt den klimabewussten Verbrauchern also nur der weitgehende Verzicht auf Lebensmittel tierischer Herkunft? Was sagen die Wahlprogramme der Parteien zu Tier- und Klimaschutz?
Welche Tierhaltung dient dem Klimaschutz, welche schadet? Sollen Tiere ganzjährig in klimatisierten Ställen gehalten werden? Was bedeutet die Zunahme der Stallhaltung für unsere Kulturlandschaften, die auf Weidewirtschaft angewiesen sind? Und was sind uns Tier- und Klimaschutz wert?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Allianz für Tiere, zu deren Gründungsmitgliedern auch der Deutsche Tierschutzbund gehört, auf ihrer Tagung am 17. Juni 2009 in Berlin. Neben positiven Beispielen aus der Praxis wurden die erforderlichen politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Tierhaltung in globalisierten Märkten vorgestellt.