Deutscher Tierschutzpreis 2009

Am 29. September wurden im Rahmen eines Festaktes in Hamburg die Preisträger des Deutschen Tierschutzpreises 2009 ausgezeichnet. Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Deutsche Tierschutzpreis wurde von Programmzeitschrift FUNK UHR gemeinsam mit den Marken Pedigree und Whiskas und dem Deutschen Tierschutzbund ins Leben gerufen. Er wurde 2009 bereits zum fünften Mal verliehen.

Die Preisträger und Gratulanten bei der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises 2009. Copyright: Milena Schlösser
Bei der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises 2009 (von links): Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes; Familie Fußbahn, Anja Bunte und Marion Haeger, Projekt Findix; Jan von Frenckell, Chefredakteur FUNK UHR; Rosemarie Tischler, sowie Rolf Zepp, Whiskas und Pedigree. © Milena Schlösser

1. Preis: Marion Haeger - Katzen-Projekt Findix

Marion Haeger und Anja Bunte vom Projekt Findix erhalten den 1. Preis. Copyright: Milena Schlösser
Von links: Rolf Zepp, mit Marion Haeger und Anja Bunte vom Projekt Findix, Wolfgang Apel sowie Jan von Frenckell. © Milena Schlösser

Marion Haeger erhielt für das Projekt "Findix" den 1. Preis (3.000 Euro). Das Projektteam, das zum Verein "Katzen in Not" in Detmold gehört, fängt regelmäßig wild lebende Katzen ein, um sie zu kastrieren und, wenn nötig, ärztlich zu versorgen. Die Helfer verhindern so eine unkontrollierte Vermehrung der Tiere.

Der Verein "Katzen in Not" ist ein Team von zehn ehrenamtlichen Helfern, die auf Flohmärkten Geld für ihre Schützlinge sammeln, Veranstaltungen organisieren, Gehege bauen und Aufklärungsarbeit leisten. Für ausgesetzte Katzen und Muttertiere mit Nachwuchs bietet der Verein Pflegestellen für an und vermittelt die Tiere.

2. Preis: Familie Fußbahn

Familie Fußbahn nimmt den 2. Preis entgegen. Copyright: Milena Schlösser
Von links: Wolfgang Apel, Dirk und Rosi Fußbahn mit ihren Kindern Mick, Noah und Nele, sowie Rolf Zepp. © Milena Schlösser

Den 2. Preis (2.000 Euro) gewann Familie Fußbahn aus Fiel in Schleswig-Holstein, die auf ihrem zwei Hektar großen Grundstück kranke oder verletzte Wildtiere wie Marder, Füchse und Eulen pflegt und später wieder auswildert. Die Familie hat alle Unterkünfte und Gehege für die Tiere selbst gebaut. In der "Hauptsaison", im Frühling und Sommer, werden dort bis zu 500 Tiere beherbergt. Die Familie Fußbahn ist mit diesem Angebot eine der wenigen Anlaufstellen in Schleswig-Holstein.

3. Preis: Rosemarie Tischler

Von links: Wolfgang Apel mit Rosemarie Tischler und Rolf Zepp. Copyright: Milena Schlösser
Von links: Wolfgang Apel mit Rosemarie Tischler und Rolf Zepp. © Milena Schlösser

Rosemarie Tischler aus Staßfurt, Sachsen-Anhalt, erreichte den 3. Platz (1.000 Euro). Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Staßfurt nimmt ausgesetzte Tiere in ihre Obhut, da der Stadt ein Tierheim fehlt. Für die Tiere opfert Rosemarie Tischler ihre gesamte Freizeit, pflegt kranke Tier mit viel Liebe gesund und kümmert sich selbst um die Vermittlung von Tierheimtieren. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, dass die Population frei lebender Katzen stark zurückgegangen ist. An Futterstellen werden die Katzen eingefangen, kastriert und wieder freigelassen.