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Pressemeldung August 2010

 
 

12.08.10


Köln plant Kastrationspflicht von Katzen: Deutscher Tierschutzbund befürwortet die Initiative zur Bekämpfung des Katzenelends

Nach Presseberichten plant die Stadtverwaltung der Stadt Köln eine Kastrationspflicht für alle Katzen, die im Privathaushalt gehalten werden und Freigang erhalten. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt diese Initiative ausdrücklich und rät allen anderen Kommunen, ebenso aktiv zu werden. Vorbild sollte die Stadt Paderborn sein, die mit ihrer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht auf kommunaler Ebene eine Führungsrolle eingenommen hat.
 
Viele kennen sie aus Urlaubsländern: Freilebende Katzen, die in Hotelanlagen nach Futter suchen und ein alltäglicher Anblick im Stadtbild südlicher Länder sind. Doch auch hierzulande gibt es dieses Problem. Freilebende Katzen haben ihr Revier häufig auf verwilderten Grundstücken, verlassenen Fabrikgeländen oder Friedhöfen. Viele von ihnen sind krank, unternährt oder verletzt. „Die freilebenden Tiere stammen letztendlich alle von Katzen aus Privathaushalten ab, deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Um den stetigen Leidenskreislauf der Katzen nachhaltig zu beenden, ist die Kastrationspflicht der einzig gangbare Weg", erklärt Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oftmals werden die ungewollten Welpen dann einfach in den Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Und nur ein Teil dieser ausgesetzten Kätzchen hat Glück und landet im Tierheim, wo sie versorgt werden. Die anderen kämpfen draußen ums Überleben. Die große Anzahl freilebender Katzen stellt die Tierschutzvereine und Kommunen gleichermaßen vor große, manchmal nahezu unlösbare - auch finanzielle - Aufgaben. „Die Situation in Deutschland ist dramatisch, es ist Zeit zu handeln", fasst Schröder zusammen. Auch die Tierärztekammer in Nordrhein-Westfalen hat sich für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ausgesprochen.
 
Der Deutsche Tierschutzbund richtet außerdem an alle Katzenbesitzer den dringenden Appell, ihre Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und beim Deutschen Haustierregister® (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.

 
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