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Pressemeldung Juli 2010

 
 

28.07.10


Ende der Stierkämpfe in Katalonien – Signalwirkung für ganz Spanien?

Das katalanische Regionalparlament hat heute ein Stierkampf-Verbot beschlossen. Ab 2012 dürfen diese Kämpfe nicht mehr stattfinden. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Entwicklung und hofft auf eine Signalwirkung für ganz Spanien. Der Verband appelliert zudem an alle Spanien-Urlauber, die als Kulturerbe getarnte Tierquälerei zu boykottieren: Die Neugierde der Touristen finanziere und legitimiere das Tierleid.
 
„In Spanien gibt es kein einheitliches nationales Tierschutzgesetz, lediglich regionale rechtliche Vorgaben, die von Region zu Region unterschiedlich sind. Das Verbot von Stierkämpfen in Katalonien könnte in Spanien zu einem positiven Dominoeffekt führen", hofft Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Anbot und Nachfrage regeln den Stierkampf-Markt: Geld kommt vor allem von Touristen
 
Pro Jahr werden in Spanien etwa 2.000 Stierkämpfe durchgeführt, in denen sehr viele Tiere "verbraucht" werden (circa 30.000 im Jahr). Nur etwa 14 Prozent aller Spanier besuchen derartige Veranstaltungen. Auch die Mehrheit der europäischen Bevölkerung lehnt Stierkämpfe ebenfalls als archaisch und tierquälerisch ab. Die meisten Besucher der Arenen sind aber dennoch Touristen, die den Stierkampf als "typisch spanische Urlaubsattraktion" erleben wollen. „Wer Stierkämpfe als fröhliches und traditionelles Ereignis feiert, verschließt die Augen vor Tierleid und dem äußerst grausamen Umgang mit den Tieren", so Wolfgang Apel abschließend.

 
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