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Pressemeldung Juli 2010 |
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09.07.10
Fragwürdiges Ochsenrennen in der WesermarschIm niedersächsischen Landkreis Wesermarsch finden am 18.7. im Rahmen eines Wettbewerbs zahlreiche Ochsenrennen statt. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Niedersachsen protestieren gegen diese Veranstaltung und fordern die Bevölkerung auf, die Veranstaltung nicht zu besuchen. Denn Tiere sollten grundsätzlich nicht zur allgemeinen Belustigung des Menschen missbraucht werden.
„Auch wenn diese Volksbelustigung nach geltender Rechtslage zulässig sein mag: Aus ethischer Sicht ist sie es nicht", kritisiert Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. „Nur weil es eine lange Tradition hat, Tiere zu Unterhaltungszwecken zu missbrauchen, hat dies keine Daseinsberechtigung in einer modernen, auch vom Tierschutz geprägten Gesellschaft. Zudem ist es zynisch, mit einem Ochsenrennen eine Imagewerbung für den Verzehr von Ochsenfleisch und Ochsenzucht zu verbinden, was offenbar eines der Ziele der Veranstalter ist", so Schröder weiter.
Am Sonntag, den 18.7. finden in der Wesermarsch mehrere Rennläufe bis zum Finale statt. Sodass die Tiere, die bis zum Finale kommen, mindestens vier Rennen über sich ergehen lassen müssen. Nachdem dann am Samstag bereits schon ein „Freies Training" stattgefunden hat.
„Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, kann für die betreffenden Tiere mit Schmerzen oder Leiden verbunden sein", mahnt Vera Steder, Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, und weiter: „Letztlich ist eine solche Veranstaltung für die Tiere mit erheblichem Stress verbunden. Die Tatsache, dass sie speziell für solche Veranstaltungen trainiert werden, ändert daran nichts. Vielmehr werden das Interesse der Bevölkerung an solchen Veranstaltungen und ein Nachahmungseffekt geschürt. Prinzipiell sind Ochsen keine Reittiere und sollten demnach auch nicht zu solchen Zwecken eingesetzt werden".
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