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Pressemeldung Juli 2010 |
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07.07.10
EU-Parlament hält an Klonverbot festAuch in der zweiten Lesung zur Neufassung der Novel Food-Verordnung haben es die Abgeordneten des Europäischen Parlaments heute abgelehnt, die Vermarktung von Lebensmitteln aus Klontieren im Rahmen dieser Verordnung zuzulassen. Damit wachsen die Chancen, dass es bald auch zu einem direkten EU-Verbot für das Klonen von Tieren in der Landwirtschaft kommt. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Entscheidung und fordert Kommission und Ministerrat auf, jetzt schnell zu handeln.
Gemäß dem geltenden Tierschutzrecht der EU dürfen „natürliche oder künstliche Zuchtmethoden, die den Tieren Leiden oder Schäden zufügen oder zufügen können" nicht angewendet werden (Richtlinie 98/58/EG über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere). „Dazu gehört auch das Klonen. Niemand bestreitet, dass diese Technik mit hohen Verlustraten und extremen Leiden für die Tiere verbunden ist. Damit ist die Klontechnik in der EU indirekt schon verboten, und es wäre undenkbar gewesen, sie im Rahmen einer anderen Regelung zuzulassen", erklärt Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes.
Schon im September 2008 hatte das Europäische Parlament eine weit reichende Resolution gegen das Klonen von Tieren in der Landwirtschaft verabschiedet. Mit 622 Ja-Stimmen, 25 Enthaltungen und nur 32 Gegenstimmen forderte die Volksvertretung die Kommission auf, die Zucht und Vermarktung von Klontieren und Klonprodukten ebenso zu verbieten wie deren Einfuhr aus Drittstaaten. In einem Eurobarometer zum Thema lehnten über 80 Prozent der Befragten Klonlebensmittel ab. Dabei begründeten 58 Prozent dies explizit mit einem Verweis auf den Tierschutz. Für die meisten Befragten (86 Prozent) lag zudem auf der Hand, dass von einer Klonzulassung letztlich nur die Industrie profitieren würde.
„Das Europäische Parlament hält mit der heutigen Entscheidung an seiner Linie fest und entspricht damit dem Wunsch der Bevölkerungsmehrheit. Kommission und Ministerrat müssen dem Votum nun schnell folgen und das Klonen von Tieren jetzt klipp und klar verbieten. Nur so kann der Geschäftemacherei mit dieser tierquälerischen Technik von vornherein ein Riegel vorgeschoben werden", so Rusche.
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