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Pressemeldung Juli 2010 |
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05.07.10
Tage großer Stierqual beginnen wiederMorgen beginnt wieder das Stiertreiben von Pamplona, Spanien. Bei dieser als Kulturtradition getarnten Qual werden die Tiere durch die engen Altstadtgassen gejagt. Gehetzt und völlig erschöpft, erwartet die Stiere in der Arena dann der sichere Tod. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle Touristen, diese oder ähnliche Veranstaltungen in Spanien nicht durch ihren Besuch zu unterstützen.
„Es macht uns betroffen, dass nach wie vor aus angeblichen traditionellen Gründen Tieren großes Leid zugefügt wird. Die alljährliche Stierhatz und die anschließende grausame Tötung der Tiere in Pamplona haben in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen. Das gilt auch für jede andere Stierkampf-Veranstaltung", stellt Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, fest.
Vom 6. bis zum 14. Juli werden beim jährlich stattfindenden Stierrennen in Pamplona jeden Morgen jeweils sechs Stiere durch schreiende und tobende Menschenmassen direkt zur Stierkampfarena getrieben und dort abends getötet. Die Anwesenden - unter ihnen viele Touristen - versuchen neben den Stieren durch die engen Altstadtgassen her zu rennen. Dabei kommt es jedes Jahr zu schweren Verletzungen und Todesfällen. Für die Stiere bedeuten diese Minuten des Rennens Angst, Panik und Stress. Der am Abend folgende Stierkampf bzw. die „klassischen" Stierkämpfe zeichnen sich durch besondere Tierqual aus.
Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass neben der Pamplona-Qual Jahr für Jahr über 30.000 Tiere bei Stierkämpfen in Spanien sterben. Schon im Vorfeld der jährlich rund 2.000 Stierkampfveranstaltungen werden den Tieren Verletzungen und Verstümmelungen zugefügt. So werden mit Widerhaken versehene Nadeln in die Haut der Tiere gestoßen, um sie zu reizen. Oft werden die Hörner bis auf die empfindlichen Nerven abgeschliffen, damit das Tier diese nicht mehr zur Gegenwehr einsetzen kann. Der tagelange Futter- und Wasserentzug schwächt die Tiere zusätzlich vor den Kämpfen.
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