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Pressemeldung Juni 2010 |
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09.06.10
Nein zu gigantischer Schweinemastanlage in Haßleben! - Protestaktion am 12. JuniAm 12. Juni findet im brandenburgischen Haßleben, im Ortsteil Kuhz, um 15 Uhr eine Protestaktion mit zahlreichen Aktivitäten und Redebeiträgen gegen die geplante Schweinezucht- und mastanlage statt. Gemeinsam mit seinem Landestierschutzverband Brandenburg und seinen Mitgliedsvereinen ruft der Deutsche Tierschutzbund die Bevölkerung auf, sich daran zu beteiligen. Der Widerstand vor Ort wird vom Netzwerk gegen Agrarfabriken, in dem der Deutsche Tierschutzbund Mitglied ist, gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Kontra Industrieschwein" initiiert.
„Agrarfabriken sind ein Irrweg. Haßleben ist zum Symbol für den Widerstand geworden. Das Landesumweltamt als zuständige Genehmigungsbehörde soll endlich einen Schlussstrich ziehen", fordert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Zeitlich konnte das Verfahren bisher über sechs Jahre in die Länge gezogen werden - ein großer Erfolg für die Tierschützer. Aktuell existieren Pläne für die Haltung von rund 65.000 Schweinen, ursprünglich waren 85.000 Tierplätze geplant. Bis heute liegt von der zuständigen Behörde keine endgültige Entscheidung vor.
„Diese tierquälerische Anlage muss verhindert werden! Gemeinsam kämpfen wir gegen dieses tierquälerische und umweltpolitische Wahnsinnsprojekt", ergänzt Jutta Schütze, Stellvertretende Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Brandenburg.
Hauptkritikpunkt an der geplanten Anlage aus Sicht des Tierschutzes ist die nicht artgerechte Haltung der Schweine in unstrukturierten Buchten auf Spaltenböden. Die Tiere haben keinerlei Beschäftigung und vegetieren bis zum Erreichen des Schlachtgewichtes in drangvoller Enge. In solchen reizarmen Aufstallungen entstehen Verhaltensstörungen wie Ohren- und Schwanzbeißen bis hin zu Kannibalismus mit erheblichen Verletzungen der Artgenossen. Dies kann im schlimmsten Fall soweit gehen, dass sich die Schweine die Ohren oder Schwänze gegenseitig ganz abfressen. Zudem hätte der Bau einer solchen gigantischen Anlage eine verheerende Wirkung auf das empfindliche Ökosystem der Uckermark.
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