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Pressemeldung Mai 2010

 
 

20.05.10


Erfolgreicher Protest: US-Militär zieht Tierverstümmelungs-Pläne zurück

Auf dem Truppenübungsplatz der US-Armee im oberpfälzischen Grafenwöhr sollten im Rahmen der Sanitätsausbildung Tiere schwer verletzt werden. Erfreut und erleichtert reagiert der Deutsche Tierschutzbund auf die Bekanntmachung der Regierung der Oberpfalz dazu. Diese teilte heute mit, dass der entsprechende Tierversuchsantrag des mit der Durchführung der Versuche beauftragten Privatunternehmens zurückgezogen worden sei. Der Deutsche Tierschutzbund hatte die geplanten Versuche als klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingestuft und gefordert, die grausamen und unnötigen Experimente auf keinen Fall zu genehmigen: mit Erfolg.
 
Nachdem der Deutsche Tierschutzbund die Öffentlichkeit informiert hat, erreichten den Verband viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Deutschland zu den Plänen des US-Militärs. „Unser Protest hat Erfolg gehabt. Die Reaktionen aus der Bevölkerung zeigen uns, dass es in der Gesellschaft kein Verständnis für derartige Planspiele gibt", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Die bayerische Staatskanzlei hatte bestätigt, dass ihr eine Anfrage zur Genehmigung vorläge: Noch für dieses Jahr war auf dem Gelände der US Army Health Clinic in Grafenwöhr in der Oberpfalz ein Projekt geplant, bei dem Tieren schwere Verletzungen zugefügt werden sollten. Ziel: US-Soldaten, die sich in der Sanitätsausbildung befinden, sollten üben, wie Gefechtsverletzungen versorgt werden. Die Tiere sollten vorab betäubt und nach Abschluss der Versuche getötet werden. Dieses Vorgehen wäre nicht nur aus Sicht des Tierschutzes grausam und fragwürdig gewesen, auch aus medizinischer Sicht sind derartige Experimente völlig unnötig. „Es ist unfassbar, dass hier Tiere verstümmelt und getötet werden sollten, obwohl es bereits eine Reihe von Alternativmethoden gibt, um rettungsmedizinische Fähigkeiten tierversuchsfrei zu erlernen", sagt Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des zum Deutschen Tierschutzbundes gehörigen Landesverbandes Bayern. „Wir sind erleichtert, dass diese irrwitzigen Ideen vom Tisch sind. Wir werden aber gemeinsam mit unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, im Auge behalten, ob nicht nach einer gewissen Schamfrist dieses Projekt wieder aufgegriffen wird", so Lödermann weiter.

 
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