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Pressemeldung Mai 2010 |
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20.05.10
Dramatischer Rückgang der Arten – auch in DeutschlandKommenden Samstag erinnert der Internationale Tag der biologischen Vielfalt die Staatengemeinschaft an ihre Verantwortung, die Artenvielfalt zu erhalten sowie Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume zu schützen. Aufgrund des drastischen weltweiten Artenschwundes haben die Vereinten Nationen 2010 zum "Internationalen Jahr der Artenvielfalt" erklärt. Der Deutsche Tierschutzbund macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass auch in Deutschland zahlreiche Tierarten bedroht sind.
Der Verlust des Lebensraums gehört heute zu den stärksten Bedrohungen der Arten. Verursacht wird dies hauptsächlich durch gravierende Umweltveränderungen wie Klimawandel, Verschmutzung der Lebensräume, Überfischung und Jagd sowie massive Ausbeutung von Ressourcen. In Deutschland kann neben der Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft vor allem die industrielle Landwirtschaft als einer der Hauptgründe für den Artenschwund angesehen werden.
Geeignete Lebensräume für bestimmte Tierarten seien immer seltener zu finden, da Hecken, Ackerrandstreifen und kleine Gewässer fehlten. Manche Arten drohen daher sogar ganz zu verschwinden. Von den einheimischen Tierarten ist mittlerweile etwa jede dritte bestandsgefährdet, ihre Populationen gehen zurück. Neben Amphibien und Reptilien sind nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes auch viele Schmetterlingsarten sowie Säugetiere, wie der Feldhamster, betroffen. Massive Bestandsrückgänge wären aber mittlerweile auch bei einstigen „Allerweltsarten" wie dem Feldsperling zu beobachten, so der Verband in Bonn.
Die intensive Nutzung von Äckern und Grünland, der massive Einsatz von Pestiziden sowie der sofortige Umbruch abgeernteter Felder und die Bodenverdichtung durch schwere Maschinen machen vielen Tierarten das Leben schwer, beklagen die Tierschützer. „Eine Turbolandwirtschaft auf Kosten der Tiere und der biologischen Vielfalt muss unterbunden werden", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die vom Menschen agrarisch genutzten Flächen müssen wieder ein Lebensraum mit hoher Umweltqualität werden. Dadurch werden die biologische Vielfalt und naturnahe Landschaften erhalten. Dies käme nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen zugute, so Apel weiter.
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