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Pressemeldung Mai 2010

 
 

07.05.10


Maikätzchen erwartet Leid – Katzenschutzverordnung dringend erforderlich

Jetzt ist die Zeit im Jahr, in der die meisten Jungkatzen geboren werden. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 500 Tierheime rechnen auch in diesem Jahr wieder mit einer „Katzenschwemme". Für die Tierheime ist diese Situation in der ohnehin schwierigen Lage kaum noch zu bewältigen. Das Schicksal der neugeborenen Katzen indes ist ungewiss. Im Freien vermehren sich die Tiere unkontrolliert. Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oft droht den Tieren dann ein qualvoller Tod. Aufgrund des dramatischen Populationsanstiegs entsteht häufig eine Nahrungsknappheit, die zu Hunger und Mangelerscheinungen führt. Viele Tiere leiden zudem unter Infektionskrankheiten und Parasitenbefall.
 
 „Das Leid der Katzen ist enorm. Aus Tierschutzsicht stellt die Kastration von frei lebenden Katzen und Hauskatzen, die Freilauf genießen, die einzige Möglichkeit dar, das Anwachsen der Katzenpopulation und die damit verbundene Verelendung der Tiere zu verhindern", mahnt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir appellieren an die Bürgermeister, die örtlichen Tierschutzvereine stärker zu unterstützen, ideell und auch finanziell", so Apel weiter. Denn nur 22 Prozent der Tierheime erhielten bisher Zuschüsse von öffentlichen Stellen für Kastrationen. Aktuell können viele von ihnen die Kosten nicht mehr aus eigener Kraft decken. Hilfsaktionen der Tierschützer  vor Ort können bisher nur dank Spenden von Tierfreunden durchgeführt werden. Die weiter zunehmende Zahl an freilebenden Katzen ist aber bald nicht mehr zu bewältigen, warnt der Deutsche Tierschutzbund.
 
Der Ursprung aller frei lebenden Katzen stammt von den in den Haushalten lebenden Freigängerkatzen ab, deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Nach wie vor lassen Tierhalter ihre Katzen unkastriert ins Freie. Deshalb hatte der Deutsche Tierschutzbund Bundesministerin Ilse Aigner im März 2010 den Entwurf einer Katzenschutzverordnung übermittelt. Ziel: Verbindliche Regelungen für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung.
 
Neben der Kastration rät der Deutsche Tierschutzbund auch dringend dazu, jede Katze eindeutig mit einem Mikrochip zu kennzeichnen und beim Deutschen Haustierregister® (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen zu lassen. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.

 
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