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Pressemeldung Mai 2010 |
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03.05.10
Rodeos in Vilseck: Tierleid zu UnterhaltungszweckenIm bayerischen Vilseck findet vom 13. bis 16. Mai im Rahmen eines Deutsch-Amerikanischen Volksfestes an allen vier Tagen ein Rodeo statt. Der Deutsche Tierschutzbund unterstreicht im Vorfeld der Veranstaltungen, dass Rodeos für die Tiere Leid und Qualen bedeuten können. Die Tierschützer bitten die Bevölkerung, diese Veranstaltungen zu boykottieren.
„Rodeo ist kein Sport und viele der Tiere leiden. Der Veranstalter sollte sich an wissenschaftlichen Gutachten orientieren. Diese unterstreichen die Tierschutzrelevanz dieser unzeitgemäßen Volksbelustigung auf Kosten der Tiere", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es ist eine Schande, dass einem solchen Spektakel in Vilseck eine Bühne geboten wird!"
Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, ist - das unterstreichen verschiedene Gutachten - für die Pferde und Rinder zumeist mit Schmerzen, Stress und Angst verbunden. Die Pferde, die auf diesen Schauveranstaltungen für den Flair des Wilden Westens sorgen sollen, sind keine Wildpferde. Es sind häufig für wenig Geld gekaufte Pferde, die als „nicht reitbar" gelten. Noch nach Jahren im Showgeschäft zeigen die eingesetzten Tiere keine Gewöhnung. Neben völliger Abstumpfung, Nervosität und Abwehrbewegungen entwickeln einige sogar schwere Verhaltensstörungen.
Trotzdem fehlt bislang ein bundesweites Verbot von Rodeoveranstaltungen. Die meisten Bundesländer haben bereits einen Erlass für ihr Bundesland herausgegeben, welcher zumindest die schlimmsten Disziplinen und Hilfsmittel beim Rodeo verbietet. Eine einheitliche Regelung aller Bundesländer fehlt jedoch bisher und immer wieder werden Erlässe wegen mangelnder Rechtsverbindlichkeit missachtet.
Entsprechend der länderspezifischen Regelung in Bayern gilt für Vilseck ein Verbot für die Disziplinen "Wild-Horse-Race" und "Bullenreiten" sowie des Einsatzes von Flankengurt und Sporen bei den Disziplinen "Bare Back Riding" und "Saddle Bronc Riding". Der Deutsche Tierschutzbund hat im Vorfeld das zuständige Veterinäramt aufgefordert, die Vorgaben des Bayerischen Erlasses zu Rodeoveranstaltungen einzuhalten sowie strenge Kontrollen und sofortiges Handeln bei Verstößen angemahnt.
Grundsätzlich hilft aber nur ein bundesweites Verbot aller Rodeo-Disziplinen, unnötiges Tierleid zu vermeiden. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt Veranstaltungen ab, bei denen Menschen auf Kosten von Leiden und Schmerzen von Tieren belustigt werden. Der Deutsche Tierschutzbund bittet daher die Bevölkerung, keine Rodeo-Veranstaltungen zu besuchen.
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