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Pressemeldung April 2010

 
 

13.04.10


Illegaler Handel mit Hundewelpen - Deutsche und polnische Tierschützer starten Aufklärungskampagne

 
Das frühlingshafte Wetter beschert den Basaren in der deutsch-polnischen Grenzregion einen regen Zulauf. Mit den Kunden zieht es auch wieder Händler mit fragwürdiger „Ware" in die Nähe der Handelsplätze: Aus Kartons oder aus den Kofferräumen von Autos heraus bieten sie Hunde und Katzen zu Billigpreisen zum Kauf an. Was viele Tierfreunde nicht wissen: Die jungen Tiere sind meist todkrank, die Papiere gefälscht. Der Deutsche Tierschutzbund sowie der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung, der Landestierschutzverband Brandenburg und die Ortsgruppe Stettin des Polnischen Tierschutzbundes TOZ starten deshalb eine große Aufklärungskampagne.
 
„Viele der auf den Märkten angebotenen Tiere sind weder geimpft noch bei Kräften", warnt Wolfgang Apel, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und des Tierschutzvereins für Berlin. „Etliche Käufer merken erst nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, dass das vermeintliche Schnäppchen kostspielig wird", erklärt Apel. Weil sie sich die zu erwartenden Kosten der tierärztlichen Behandlung nicht leisten können, geben sie die Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes ab. Dort ringen die Tiere nicht selten mit dem Tod, weil oft jede Hilfe für sie zu spät kommt. Allein das 60 Kilometer von der polnischen Grenze entfernte Tierheim Berlin versorgt und betreut jährlich bis zu 120 Hundewelpen, deren Ursprung in Polen vermutet wird. Auch das Tierheim in Stettin spürt die Auswirkungen des unkontrollierten Handels.
 
Der Startschuss für die Kampagne fällt am Samstag, 8. Mai, ab 11 Uhr auf dem Grenzmarkt von Osinow Dolny hinter Hohenwutzen. Deutsche und polnische Tierschützer werden Handzettel an Kunden, aber auch Händler verteilen. Ziel der Kampagne ist es, über die Risiken des Hundekaufs aufzuklären und potenzielle Kunden vom Tier-Erwerb abzuhalten. „Nur, wenn den dubiosen Händlern die Kunden ausbleiben, können wir das Leid der Tiere beenden", sagt Renate Seidel, Vize-Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes.  „Und den fragwürdigen Züchtern wird so die Existenz entzogen."

 
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