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Pressemeldung April 2010 |
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06.04.10
Bayern verbietet als letztes Bundesland die Anbindehaltung von Pferden – Kampagne des Tierschutzbundes erfolgreich
Wie der Deutsche Tierschutzbund erfahren hat, soll das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit das längst überfällige Verbot der Anbindehaltung von Pferden beschlossen haben. Damit folgt das Ministerium einer langjährigen Forderung der Tierschützer. Der Deutsche Tierschutzbund fordert in seinem Schreiben an Minister Söder, dieses Verbot nun zügig innerhalb dieses Jahres umzusetzen. Der Verband hat im Februar Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg/ Fürth gegen die Betreiber eines Hofes in Bayern gestellt und damit das Ende der Anbindehaltung auch in Bayern eingeleitet.
Die Beratung der bayerischen Betriebe zur Umstellung der Haltungsform von angebundenen Pferden erfolgt bereits seit 2002. Bereits zu diesem Zeitpunkt bezeichnete Josef Miller, der damalige Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, diese Haltungsform als veraltet. Durch Beratung der Veterinärämter sollten die Halter schnellstmöglich davon überzeugt werden, ihre Haltung umzustellen. Seither sind über acht Jahre vergangen und alle Pferdehalter, die ihre Pferde in Ständern halten, sind mehrmals vom Veterinäramt besucht und aufgefordert worden, diese Haltungsform zu ändern. „Eine lange Vorbereitungszeit für die ca. 140 noch in Bayern existierenden Betriebe mit Anbindehaltung. Diese innerhalb des Jahres 2010 auf eine pferdegerechtere Form umzubauen, sollte daher möglich sein", so Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes.
Die in Ständern gehaltenen Pferde können sich nicht in die zum Tiefschlaf unerlässliche Seitenlage legen und das Bedürfnis nach Bewegung, Körperpflege und Sozialkontakt kann ebenfalls nicht gestillt werden. Schwere Verhaltensstörungen sind die Folgen. Nachdem die Pferdezeitschrift „Cavallo" im vergangenen Jahr über die Anbindehaltung von Schulpferden in einem Reitbetrieb nahe Nürnberg berichtet hatte, recherchierte der Deutsche Tierschutzbund die Beweise nach und stellte Strafanzeige gegen die Betreiber. Der Halter hat nach der Strafanzeige mittlerweile die Anbindehaltung abgeschafft.
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