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Pressemeldung März 2010 |
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Tag des Artenschutzes: Missstände bei Exotenhaltung Seit 1973 erinnert der Internationale Tag des Artenschutzes daran, dass die Menschen den Tieren gegenüber Verantwortung tragen. Damals wurde am 3. März das Washingtoner Artenschutzabkommen beschlossen. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass auch heute noch viele Arten aus der Natur entnommen und die Bestände in freier Wildbahn geplündert werden. Tierfreunden rät der Verband generell auf den Kauf von Exoten zu verzichten und sich in den örtlichen Tierheimen über geeignete Haustiere zu informieren.
Ob Leguan, Boa, Zierfisch oder Papagei: In deutschen Wohnungen tummeln sich die unterschiedlichsten Tiere. Allerdings stammen viele Arten häufig nicht aus Nachzuchten, sondern sind noch immer Wildfänge, so der Deutsche Tierschutzbund. Eine beispiellose Ausplünderung der Naturbestände sei die Folge. Hohe Verlustraten beim Fang, beim Transport und der Quarantäne tragen zur Dezimierung der Bestände bei, beklagen die Tierschützer in Bonn. Die EU ist einer der größten Abnehmer für exotische Tiere und Pflanzen.
Der Deutsche Tierschutzbund spricht sich grundsätzlich gegen die Haltung von Exoten im Privathaushalt aus. Selbst für den Menschen gefährliche Tiere dürfen meist ohne gesetzliche Kontrolle gehalten werden. Eine artgerechte Haltung ist aus Tierschutzsicht nicht möglich.
Die Exotenhaltung im Privathaushalt stellt somit ein massives Arten- und Tierschutzproblem dar. Viele Reptilien- oder Amphibienarten sowie die meisten Zierfischarten sind bis zum heutigen Tag Wildfänge. Beispielsweise wurden allein 2008 über 80.000 durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützte Reptilien nach Deutschland eingeführt. Die Zahl potenziert sich, wenn der Handel mit nicht geschützten Tieren sowie der illegale Handel mit berücksichtigt werden.
Unter den offiziellen Einfuhren waren über 12.000 Grüne Leguane zu verzeichnen, welche als vermeintlich leicht zu haltende Exoten gelten. Zu häufig wird dabei nicht beachtet, dass der Grüne Leguan eine Gesamtlänge von über 2 Metern erreichen und über 20 Jahre alt werden kann. Aufgrund der hohen Ansprüche die Exoten an die Ernährung und Unterbringung stellen, sind viele Halter mit ihnen überfordert. Als Folge vegetieren viele Tiere in den Haushalten dahin, sterben früh oder werden ausgesetzt. Auch immer mehr Tierheime müssen sich mit der Exotenhaltung auseinandersetzen.
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