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Pressemeldung Februar 2010 |
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24.02.10Keine Tierversuche mit Flipper! US-Forscher haben über das Nachrichtenportal des Wissenschaftsjournals Science, ScienceNOW, erklärt, dass sie Delfine für geeignete „Modellorganismen" für medizinische Experimente halten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert die Planspiele, diese geistig hochstehenden, sensiblen Tiere in Tierversuchen zu quälen, als wissenschaftlich fragwürdig und ethisch unvertretbar. Zumal in der gleichen Ausgabe auch Experten fordern, Delfine aufgrund ihrer hohen geistigen und sozialen Fähigkeiten als nichtmenschliche Personen einzustufen.
Bei einer Tagung in San Diego, Kalifornien, vertraten Wissenschaftler die Ansicht, dass Delfine nach den Menschen die intelligentesten Lebewesen sind: Sie haben ausgeprägte Persönlichkeiten und ein individuelles Bewusstsein. Die Tiere können sich auch Vorstellungen über zukünftige Ereignisse machen. Darüber hinaus haben Delfine ausgeprägte soziale Fähigkeiten. Innerhalb ihrer Herden geben sie Wissen oder Spielverhalten weiter.
Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Sie haben in Freiheit Reviere von bis zu Hunderten von Quadratkilometern. Sie sind äußerst empfindliche Tiere, die stark auf Stress reagieren und in künstlicher Umgebung unter der Einschränkung ihrer natürlichen Verhaltensweisen erheblich leiden. Bestände in Gefangenschaft müssen durch Wildfänge aus Treibjagden aufgefüllt werden, da die Nachzucht nicht nachhaltig ist. „Diese Erkenntnisse bestätigen unsere Forderung, dass die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft, zu welchem Zweck auch immer, in keiner Weise zu rechtfertigen ist", so Roman Kolar, stellvertretender Leiter der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes.
Umso heftiger kritisiert der Deutsche Tierschutzbund Wissenschaftler, die fernab jeglicher Moral Delfine als Versuchstiere von morgen bewerben: Bei Delfinen, die sich im Besitz der US-Marine befinden, wurde angeblich festgestellt, dass sie ihren Blutzuckerspiegel sehr effizient regulieren können. Prompt folgern einige Forscher in „Science", dass Delfine als neuer „Modellorganismus" zur Erforschung von Diabetes dienen könnten. „Solche Versuche sind ethisch vollkommen untragbar", äußert sich Roman Kolar. „Geistig so hochstehende Tiere leiden in Versuchssituationen erbärmlich. Und dass die ohnehin gravierenden wissenschaftlichen Probleme mit Tierversuchen, insbesondere was deren Übertragbarkeit auf den Menschen angeht, bei Meeressäugern besonders schwer wiegen, liegt auf der Hand. Delfine brauchen den Schutz des Menschen und sollten nicht als Labortiere missbraucht werden."
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