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Pressemeldung Februar 2010 |
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12.02.10Tierschützer retten verölte Seevögel – erste Tiere erfolgreich ausgewildert Im Nord-Ostseekanal bei Kiel sind bei einem Ölunfall am 2. Februar etwa 500 Liter Schweröl ins Meer gelangt. Wie so oft bei solchen Umweltkatastrophen leiden Tiere unter den Folgen. Mitarbeiterinnen des Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld konnten inzwischen 26 verölte Schwäne und acht Blessrallen in Obhut nehmen, erstversorgen, stabilisieren und z.T. bereits wieder auswildern. Andere mit Öl verschmutzte Vögel sind noch so flugtauglich, dass sie sich nicht einfangen lassen. Über 50 weitere Tiere sind aktuell vom Tod durch den Öl-Unfall bedroht.
„Zunächst stabilisieren wir die Tiere durch die Gabe von Elektrolyten und Ernährung sowie Warmhalten", erläutert Katrin Umlauf, wissenschaftliche Leiterin der Einrichtung des Deutschen Tierschutzbundes. Die Blutwerte und die Gewichte werden regelmäßig kontrolliert. Umlauf weiter: „Wenn der tierärztliche Bericht positiv ist, werden die Tiere gewaschen und anschließend getrocknet". Zunächst auf Innenbecken und dann auf Außenpools testen die Tierschützer die Schwimmtauglichkeit der Vögel. Nur wenn das Gefieder wieder wasserdicht ist, können die Tiere wieder ausgewildert werden.
Sechs Schwäne erfolgreich ausgewildert
„Die Tiere wurden nahe der Schleimündung zur Ostsee ausgewildert. Und nicht an ihren ursprünglichen Platz, da dort noch die Gefahr besteht, dass sie wieder verschmutzen", so Katrin Umlauf.
Der Deutsche Tierschutzbund kämpft sowohl auf politischer Ebene als auch mit praktischer Hilfe vor Ort gegen die grausamen Auswirkungen der Ölpest. Denn die Folgen für die Vögel sind fatal: Die Tiere nehmen Giftstoffe auf, sobald sie versuchen, ihr Gefieder zu putzen. Der Ölfilm verklebt ihr Gefieder, wodurch dessen isolierende und wasserabweisende Funktion im eiskalten Wasser verloren geht. Verölte Seevögel haben nur dann eine Chance, wenn sie umgehend eine fachgerechte Erstversorgung erhalten.
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