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Pressemeldung Februar 2010

 
 

09.02.10

Tiere im Karneval: Pferde, Hunde & Co. sind keine Jecken


Singen, Tanzen, Feiern - in den kommenden Tagen herrscht wieder Ausnahmezustand in den Karnevalshochburgen. Damit das närrische  Treiben an den „tollen Tagen" zum Spaß für Mensch und Tier wird, gibt der Deutsche Tierschutzbund Tipps. Das Einsetzen von zahlreichen Pferden unter extremen Gefahren und hohem Stress bei Karnevalsumzügen lehnt der Deutsche Tierschutzbund ab. Wahre Tierfreunde sollten auch ihren Haustieren den Rummel zur Karnevalszeit ersparen und sie nicht mit zu den Umzügen nehmen. Gänzlich verzichten sollte man darauf, sein Tier in ein Karnevalskostüm zu zwängen. Verkleidungen schränken die Vierbeiner in ihrer Bewegungsfreiheit ein und sind nicht artgerecht.
 
Auch wenn es seit einigen Jahren, zumindest bei den großen Umzügen bessere Auflagen, medizinische Versorgung und ausreichend Trinkmöglichkeiten gibt, bleiben „Tiere im Zooch" für den Deutschen Tierschutzbund ein heikles Thema. Den Einsatz von Pferden und das Mitbringen von Haustieren bei Karnevalsumzügen lehnt der Deutsche Tierschutzbund ab.
 
Das Mitziehen bei einem Karnevalsumzug entspricht keineswegs dem natürlichen, der Art entsprechenden Bedürfnis des Tieres. Die Pferde werden gezwungen, oft stundenlang auf Asphalt zu gehen. In unnatürlichem Tempo und bei unerträglich lauter Musik und Gegröle werden die Tiere körperlich und nervlich extrem strapaziert. Zudem besteht auch erhebliche Gefahr für den Menschen. Das Risiko, dass Pferde nervös werden und auf den oft engen Wegen die Feiernden am Straßenrand verletzen, ist hoch.
 
Auch Haustiere haben bei Karnevalsumzügen nichts verloren. Während sich Herrchen und Frauchen bei lauter Musik und mit Alkohol amüsieren, stellt das bunte Treiben für die Vierbeiner eine ungewohnte Situation dar und bedeutet extremen Stress. Wurfmaterial, herumliegende Glassplitter etc. bieten zusätzliche Gefahrenquellen. Der Deutsche Tierschutzbund rät deshalb, Vierbeiner nicht mit zu den Umzügen zu nehmen und bei sämtlichen Karnevalsaktivitäten Rücksicht auf die Tiere zu nehmen.
 
Auch wenn Verkleidungen für die Jecken während der „tollen Tage" nicht wegzudenken sind, so sollten sie darauf verzichten, auch ihr Tier zu kostümieren. Kostüme wie T-Shirts, Mäntel, Hüte oder Schuhe schränken die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit zu sehr ein und sind nicht artgerecht. Als Wärmeschutz reicht den Tieren ihr Fell an den oftmals noch kühleren närrischen Tagen im Normalfall völlig aus.

 
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