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Pressemeldung Februar 2010 |
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05.02.10Tierschützer retten verölte Seevögel – Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes in Alarmbereitschaft Nach einem Ölunfall flossen ca. 500 Liter Schweröl bei Kiel in den Nord-Ostseekanal. Wie so oft bei solchen Umweltkatastrophen leiden Tiere unter den Folgen. „Wir haben gestern vier Schwäne und eine Blessralle aufgenommen, deren Erstversorgung wir sicherstellen konnten. Andere Tiere, die mit Öl verschmutzt sind, waren noch so flugtauglich, dass sie sich noch nicht einfangen ließen", erklärt Katrin Umlauf, wissenschaftliche Leiterin des Tier-, Natur- und Jugendzentrum in Weidefeld, Schleswig-Holstein. Die Gesamtanzahl der betroffenen Vögel, darunter auch Enten, sei noch unbekannt.
Mitarbeiter des Tierheimes Kiel unterstützten vor Ort und halfen beim Einfangen und Transport der Tiere. „Ohne den unermüdlichen Einsatz aller Mitwirkenden wären die Vögel elendig zugrunde gegangen" erklärt auch Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Tierschützer sind weiterhin in Bereitschaft. „Es ist damit zu rechnen, dass weitere Tiere nach Verschlechterung ihres Zustandes aufgefunden und eingefangen werden müssen", so Umlauf.
Der Deutsche Tierschutzbund kämpft sowohl auf politischer Ebene als auch mit praktischer Hilfe vor Ort gegen die grausamen Auswirkungen der Ölpest. Denn die Folgen für die Vögel sind fatal: Die Tiere nehmen Giftstoffe auf, sobald sie versuchen, ihr Gefieder zu putzen. Der Ölfilm verklebt ihr Gefieder, wodurch dessen isolierende und wasserabweisende Funktion im eiskalten Wasser verloren geht. Verölte Seevögel haben nur dann eine Chance, wenn sie umgehend eine fachgerechte Erstversorgung erhalten.
Hilfe für verölte und verletzte Seevögel:
Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld
Im Norden Schleswig-Holsteins unterhält der Deutsche Tierschutzbundauf einem 13 Hektar großen Gelände seit Mitte der 1990er Jahre eine bundesweit einmalige Einrichtung.
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