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Pressemeldung Februar 2010 |
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02.02.10Messe „Jagd und Hund“: Tiere töten als Freizeitspaß Ein bisschen Geländewagen gucken, ein wenig Werbung für Jagdgebiete in Kroatien machen: Die Jagd als Freizeit- und Reisevergnügen. Anlässlich der heute in Dortmund beginnenden Messe „Jagd und Hund" kritisiert der Deutsche Tierschutzbund die Jagdveranstalter. Denn das eigentliche Thema der Messe ist schlicht: Töten von Tieren. Jährlich sterben beim „Volksport Jagd" mehr als fünf Millionen Wildtiere in Deutschland, obwohl es für den Abschuss der meisten jagdbaren Tierarten keinerlei ökologische Notwendigkeit gibt. In gleicher Weise gelte dies für den Abschuss von Tausenden frei laufender Hunden und Katzen pro Jahr. Angesichts der vorhandenen Missstände zu Lasten des Tierschutzes erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechts.
„Eine Messe, die alljährlich das Töten von Tieren gleichsam als Mischung aus Abenteuer und legitimer Freizeitgestaltung verherrlicht, gehört nicht in das 21. Jahrhundert. Unter dem Deckmantel des angewandten Naturschutzes werden in Deutschland Dutzende von Tierarten erbarmungslos und ohne ökologische Notwendigkeit bejagt. Dies geschieht zum Teil mit Methoden, die absolut grausam und tierquälerisch sind", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Das Jagdwesen in Deutschland wird wichtigen Grundsätzen des Tierschutzes nicht gerecht. Wer die ethische Verantwortung für die Mitgeschöpfe ernst nimmt, kann Jagd nur dann rechtfertigen, wenn sie sich nach sorgfältiger wissenschaftlicher Prüfung als ökologisch erforderlich erweist und Tiere dadurch von Leiden erlöst oder vor Leiden bewahrt werden. „Wenn es um die Rechtfertigung der Jagd geht, hören wir immer wieder als erstes das Argument der notwendigen Regulierung von Wildbeständen. Dies entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Durch die Jagd können Tierbestände allenfalls dezimiert, aber keinesfalls reguliert werden. So wie die Jagd derzeit in Deutschland praktiziert wird, ist ihre angebliche Regulierungsfunktion schlicht ökologischer Unsinn", so Apel.
Zur Umsetzung der notwendigen Veränderungen des Jagdwesens und des Jagdrechts in Deutschland muss das Bundesjagdgesetz als Rahmen grundlegend reformiert werden. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhundeausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd und die Verwendung von Bleischrot, müssen verboten werden, fordert Europas größte Tierschutzorganisation.
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