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Pressemeldung Januar 2010 |
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29.01.10Appell zur Süßwarenmesse: Kein Ei mit 3 – keine Käfigeier in Süßwarenprodukten Kommenden Sonntag öffnet die „Internationale Süßwarenmesse" (ISM) ihre Tore - bereits zum 40. Mal. Zum Start der ISM macht der Deutsche Tierschutzbund darauf aufmerksam, dass jährlich über fünf Milliarden Eier aus der Käfighaltung in Fertigprodukten, Keksen, Kuchen, Süßwaren und auch Alkohol verarbeitet werden, ohne dass dies für den Verbraucher erkennbar ist. „Das Süße, das den Familien Freude bereiten soll, bedeutet für Millionen Legehennen Qual, Schmerz und Enge. Nachdem nahezu alle Handelsketten und Discounter bereits auf den Verkauf von Schaleneiern aus der Käfighaltung verzichten, braucht es jetzt auch ein Signal der Unternehmen, die Eier in ihren Produkten verarbeiten", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Ob Kuchen von Bahlsen, Coppenrath & Wiese, Leibniz oder auch von Lambertz: In diesen und anderen Produkten werden jährlich Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung verarbeitet. Auch nach dem Verbot der alten Käfigsysteme in Deutschland ist diese Tierquälerei nicht endgültig abgeschafft. Es wechselt lediglich das Käfigsystem, für die Tiere ändert sich substanziell nichts. Zudem beziehen die Hersteller Eier aus Käfighaltung aus dem Ausland, wo auch die herkömmliche Käfighaltung noch erlaubt ist.
Aufgrund der Kennzeichnung von Schaleneiern kann der Verbraucher sich zwar gegen Käfigeier entscheiden; bei Süßigkeiten und Co geht das nicht, weil diese nicht gekennzeichnet werden müssen. „Das ist inkonsequent und geht entschieden am Wunsch der Verbraucher vorbei, die mehrheitlich eine Kennzeichnung auch von Eiprodukten wünschen", kommentiert Apel.
Dass das geht, haben Dr. Oetker, Mars Süßwaren Europa oder Griesson-de Beukelaer bewiesen: Diese Unternehmen verzichten nach dem Motto der Kampagne „Kein Ei mit 3" auf Käfigeier. Für Apel steht fest: „Käfig bleibt Käfig. Wir kämpfen weiter für die Freiheit der Hühner. Und auch die Süßwarenindustrie sollte den Willen der Verbraucher respektieren." Bis es zu einer Kennzeichnung kommt, appelliert der Deutsche Tierschutzbund an die Konsumenten, auf Süßigkeiten und Ei-Fertigprodukte mit Käfigeiern zu verzichten. Nur die Produkte, bei denen klar erkennbar ist, dass die Eier aus tiergerechter Haltung kommen, wie z.B. bei Ökoprodukten, oder bei solchen, die mit Eiern aus Boden- oder Freilandhaltung werben, sollten in den Einkaufskorb.
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