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Pressemeldung Dezember 2009 |
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08.12.09ARD-Magazin Plusminus zeigt grausames Tierleid im Millionengeschäft BotoxDas ARD-Magazin Plusminus zeigt heute (8. Dezember) Tierversuche, die für das Antifaltenmittel Botulinumtoxin, kurz Botox, durchgeführt werden. Bei den Tests sterben jährlich hunderttausende Tiere. Verdeckt gedrehte Filmaufnahmen aus einem britischen Labor belegen das qualvolle Leiden der Mäuse, die jährlich für die Prüfung von Botox, sterben müssen. Der Film wurde erstmals in deutscher Fassung auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes und auf dem YouTube-Kanal der Ärzte gegen Tierversuche veröffentlicht. Beide Verbände nehmen im Plusminus-Beitrag Stellung und fordern ein Ende der Versuche.
Neben seinen medizinischen Anwendungsbereichen gilt Botox als „Wunderwaffe gegen Falten" und als „trendy Glattmacher". Doch zumeist ist nicht bekannt, dass zur Testung jeder einzelnen Produktionseinheit mindestens 100 Mäuse sterben müssen, im Jahr sollen es über 300.000 weltweit sein. Der Leidensweg der Tiere beginnt mit anfänglichen Lähmungserscheinungen und endet im Erstickungstod durch Atemstillstand.
Grundsätzlich dürfe laut Tierschutzgesetz ein solch qualvoller Tierversuch nur durchgeführt werden, wenn dies „von hervorragender Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch oder Tier" sei, kritisiert Roman Kolar, stellvertretender Leiter der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes, der in dem Plusminus-Beitrag Stellung nimmt. „Bei einer kosmetischen Anwendung ist das eindeutig nicht der Fall. Ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz."
Wir fordern, dass die Botox-Tierversuche unverzüglich durch tierversuchsfreie Testmethoden ersetzt werden", betont Corina Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche. "Allein in Deutschland mussten im letzten Jahr 34.000 Mäuse für Botox leiden und sterben. Tendenz steigend."
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