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Pressemeldung November 2009 |
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27.11.09Ende der betäubungslosen Ferkelkastration: Sofort beenden ist möglich - Ebermast bleibt das ZielDer Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Ankündigung von „Qualität und Sicherheit GmbH" (QS), zusammen mit dem Einzelhandel und der Fleischwirtschaft in die Entwicklung einer „elektronischen Nase" zur Erkennung von geruchsbelastetem Fleisch zu investieren. Damit könnte mittelfristig vollständig auf die Kastration verzichtet werden. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, zeigt sich erfreut über die jüngste Entwicklung. Es solle aber nicht vergessen werden, dass für die technische Entwicklung und dem damit verbundenen vollständigen Verzicht auf die Kastration, noch ungefähr zehn Jahre einzurechnen seien, wie jüngst ein Umfrageergebnis von der Universität Bonn zeigte. Bis dahin sollten die Ferkel mit Betäubung kastriert werden oder die Impfung gegen den Ebergeruch eingesetzt werden. Beides ist sofort möglich.
Seit vergangenem Jahr macht der Deutsche Tierschutzbund intensiv mit der Kampagne „Ferkelprotest" auf die Qualen bei der betäubungslosen Kastration von Ferkeln aufmerksam. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jährlich mehr als 22 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung - bei vollem Bewusstsein und vollem Schmerzempfinden, werden den Ferkeln beide Hoden mit einem scharfen Messer entfernt.
„Das Mindeste ist, ab sofort Ferkel nur noch betäubt zu kastrieren. Die millionenfache Qual ohne Betäubung ist nicht länger hinnehmbar. Es braucht nun auch das klare Signal der Bundesregierung, das Tierschutzgesetz zu verändern und die betäubungslose Ferkelkastration kurzfristig zu verbieten. Es darf nicht länger abgewartet werden, es muss gehandelt werden ", betont Wolfgang Apel.
Der Deutsche Tierschutzbund verweist darauf, dass bereits tierschutzkonforme Alternativen wie die EU-weit zugelassene Impfung gegen den Ebergeruch und die Betäubung mit dem Narkosegas Isofluran vorhanden sind, die sofort eingesetzt werden können. QS hat zwar schon gehandelt: Es ist vorgeschrieben, dass die Ferkel, deren Fleisch später unter dem QS-Siegel verkauft wird, ein Schmerzmittel gegen den Wundschmerz erhalten. Dies stellt jedoch keine Lösung dar, denn die Wirkung eines solchen Schmerzmittels ist schwach, der operative Schmerz bleibt unverändert. Die Kastration erfolgt weiterhin betäubungslos.
Die Tierschützer appellieren daher an die Verbraucherinnen und Verbraucher: Stimmen Sie gegen diese durch das Tierschutzgesetz legitimierte Qual unter www.ferkelprotest.de.
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