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Pressemeldung November 2009 |
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27.11.09Positive Entscheidung der Bürgerschaft: Schließung des Tierparks Lübeck beschlossenDer umstrittene Tierpark Lübeck soll in absehbarer Zeit geschlossen werden. In der gestrigen Bürgerschaftssitzung der Hansestadt Lübeck wurde ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN angenommen. So soll die bereits im letzten Jahr beschlossene Kündigung umgehend umgesetzt werden. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Entscheidung und will sicherstellen, dass alle Tiere artgerecht untergebracht werden. Der Tierpark steht seit Jahrzehnten wegen der Haltung seiner Tiere in der Kritik.
Für die Tiere im Tierpark Lübeck besteht doch noch Hoffnung auf einen artgerechten Lebensabend. Zwar sprach sich die Lübecker Bürgerschaft grundsätzlich für einen Tierpark in Lübeck aus, eine Mehrheit stimmte dennoch für den Antrag der grünen Fraktion. Dieser sieht vor, das Mietverhältnis für das Tierparkgelände in Israelsdorf umgehend zu kündigen und zum 31.12.2010 zu beenden. Die im Tierpark lebenden Tiere sollen an andere Tierparks oder Auffangstationen abgegeben werden.
„Wir begrüßen diesen längst überfälligen Schritt ausdrücklich", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zu der Entscheidung. „Jetzt geht es darum, die Tiere umgehend in eine artgerechte Haltung zu überführen, damit dieses Kapitel jahrelangen Tierleids endgültig beendet wird". Die Tierschützer fordern, dass insbesondere die beiden Schimpansen schnellstmöglich an eine niederländische Auffangstation abgegeben werden. Auch für Braunbär „Bruno" wäre eine Umsiedlung trotz seines hohen Alters noch möglich. Die Tierschützer wollen die weitere Entwicklung nun genau beobachten und sicherstellen, dass alle Tiere umgehend ihren Bedürfnissen entsprechend untergebracht werden.
Die Zustände im Lübecker Tierpark wurden nicht nur von Tierschutzorganisationen jahrelang kritisiert. Auch mehrere unabhängige Gutachten bewerteten die Tierhaltung als mangelhaft. Mit der Entscheidung der Bürgerschaft Lübeck soll dies nun ein Ende haben. Der Deutsche Tierschutzbund hatte sich mehrfach an die Stadt Lübeck sowie den zuständigen Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein gewandt und die rasche Schließung des Tierparks gefordert. Nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes können Tiere nur dann in Zoos gehalten werden, wenn ihnen ein artgerechtes Leben ohne Leiden ermöglicht werden kann. Der künstlich geschaffene Lebensraum muss hinsichtlich seiner Größe, des Klimas und der Struktur so gestaltet sein, dass die Tiere ihren artgemäßen Bedürfnissen nachkommen und ihr Sozialverhalten ausleben können.
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