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Pressemeldung Oktober 2009

 
 

14.10.09

Achtung Wildwechsel! Im Herbst sollten Autofahrer aufmerksam und langsam fahren

Das Risiko von Wildunfällen steigt im Herbst stark an. Darauf macht der Deutsche Tierschutzbund in Bonn aufmerksam. Durch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit fällt der Berufsverkehr in dieser Zeit meistens in die Dämmerung. Die Gefahr, dass kreuzende Tiere nicht rasch genug erkannt werden, ist deshalb besonders auf Landstraßen erhöht. Zumeist sind es Rehe, die Opfer von Wildunfällen werden, jedoch werden auch frei laufenden Katzen, Igel, Marder sowie Sing- und Greifvögel erfasst. Um Schaden von Mensch und Tier zu vermeiden, sei vor allem eine vorsichtige und angepasste Geschwindigkeit notwendig, rät der Verband.
 
Autofahrer kennen diese Situation: Früh hereinbrechende Dämmerung und schlechte Witterungsverhältnisse - plötzlich steht ein Reh auf der Fahrbahn und schaut in den Scheinwerfer. Noch ehe der Fahrer handeln kann, ist der Unfall passiert. Das Tier ist verletzt oder tot, der Wagen beschädigt, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Personenschaden. Tausende Tiere sterben jedes Jahr bei Wildunfällen, so kamen zwischen April 2007 und März 2008 mehr als 200.000 Rehe und über 23.000 Wildschweine im Straßenverkehr um. Allein die Anzahl überfahrener Igel dürfte in die Hunderttausende gehen, schätzt der Deutsche Tierschutzbund.
 
Dabei sind viele Autofahrer doch auch Tierfreunde. Sie haben es in der Hand, durch eine defensive und umsichtige Fahrweise diesem gravierenden Tierschutzproblem entgegen zu wirken und die erschreckend hohe Zahl von Tieropfern zu reduzieren. Autofahrer sollten das Tempo in Waldgebieten auf 60 bis maximal 80 Stundenkilometer drosseln, rät der Deutsche Tierschutzbund. So hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen, zu hupen und das Licht abzublenden, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann.
 
Zu vermehrtem Wildwechsel kommt es immer dann, wenn sich die Wildtiere in den Herbstmonaten auf ihrer Nahrungssuche aufgrund von abgegrasten Flächen neue Futterplätze suchen müssen. Dann gilt besondere Wachsamkeit, denn in dieser Zeit ereignen sich statistisch gesehen doppelt so viele Wildunfälle wie im Rest des Jahres. Ist ein Wildunfall passiert, ist der Autofahrer ethisch und gesetzlich verpflichtet zu helfen. Der Deutsche Tierschutzbund hat im Internet auf der Seite „Erste Hilfe bei Unfällen" Tipps zum richtigen Verhalten bei Wildunfällen zusammengestellt (s. Link unten).

 
  Mehr zu diesem Thema:
Erste Hilfe bei Unfällen
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