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Pressemeldung September 2009 |
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16.09.09Tierschutzsolidarität: Deutscher Tierschutzbund unterstützt Protest gegen geplante ZiegenfabrikIm Vorfeld der morgigen Informationsveranstaltung in Bevern/ Forst zur geplanten Ziegenfabrik auf dem Heidbrink (Lkr. Holzminden) erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Kritik an den Plänen der Firma Petri (Petrella-Käse). Gemeinsam mit anderen Tierschutz- und Naturschutzorganisationen, Denkmalschützern und Anwohnern protestiert der Verband mit seinem Landesverband Niedersachsen und dem örtlichen Tierschutzverein gegen das Großprojekt und das damit verbundene Ziegenelend.
Nach dem umstrittenen Verkauf der Landesdomäne Heidbrink (Lkr. Holzminden) an die Firma Petri (Petrella-Käse) sind erste konkrete Planungen für die größte Ziegenfabrik Europas bekannt geworden. Damit würde erstmals in Deutschland eine industrielle Ziegenhaltung realisiert. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft gemeinsam mit seinem Landesverband Niedersachsen und dem örtlichen Tierschutzverein gegen das Projekt, das zudem in einem Landschaftsschutzgebiet geplant ist. Die industriell geprägte Ziegenhaltung verstößt gegen jegliche Tier-, Natur- und Umweltschutzbestimmungen. Die Tierschützer fordern daher den sofortigen Planungsstopp.
Auf der „Domäne" Heidbrink sollen künftig in drei Großställen jeweils bis zu 2.500 Milchziegen gehalten werden, insgesamt über 7.500 Tiere. Hinzu kommen nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes jährlich mindestens 7.500 Lämmer (vermutlich noch wesentlich mehr) und eine unbekannte Zahl von Ziegenböcken. Dies sei ein Ziegenelend, das mit Tier-, Natur- und Umweltschutz unvereinbar ist, so der Deutsche Tierschutzbund. Mit dem Landesverband Niedersachsen und dem örtlichen Tierschutzverein ist sich der Deutsche Tierschutzbund einig, dass alle Planungen umgehend eingestellt werden müssen.
Der Kreistag von Holzminden wird im Oktober darüber entscheiden, ob das jetzige Landschaftsschutzgebiet auf der „Domäne" Heidbrink aufgehoben werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund warnt eindringlich davor, im jetzigen Landschaftsschutzgebiet eine geplante Großanlage zur Haltung von Ziegen zu realisieren. „Solche industriellen, ganzjährigen Stallhaltungen von Ziegen ohne Weidegang sind nicht artgerecht und verstoßen darüber hinaus gegen EU-Vorgaben zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen", so Vera Steder, Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen.
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