Startseite « Aktuelles und Presse « Pressemeldungen « 2009 
Logo: Deutscher Tierschutzbund e.V. Schriftzug: Deutscher Tierschutzbund e.V.
SpendenSitemapFAQ
Startseite
Aktuelles und Presse
Pressemeldungen
Podcast
Newsletter
Social Web
Film: Tiere brauchen Schutz
Adressen von Politikern
E-Cards
Termine
TV-/Radio-Tipps
Aktiv werden
Themen
Kampagnen und Aktionen
Publikationen
Wir über uns
Kontakt

Akademie für Tierschutz
Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld
Jugendportal
Kinderportal
Deutsches Haustierregister

   Newsletter

 
 
 

Aktuelles und Presse

Pressemeldung September 2009

 
 

08.09.09

Deutscher Tierschutzbund warnt: EU-Agrarpolitik macht Kühe zu Milchproduktionsmaschinen

Der Deutsche Tierschutzbund reagiert enttäuscht auf den Stillstand in der europäischen Milchpolitik und die Ergebnisse des gestrigen EU-Agrarminister-Treffens. Es bleibt bei der Anhebung der Produktionsquote um jährlich ein Prozent und einer Abschaffung der Quote im Jahr 2015 - wie es im November 2008 beschlossen wurde. „Damit ist eine Ausweitung der Milcherzeugung verbunden und ein weiterer Preisverfall zu befürchten. Das wird dazu führen, dass die Kühe immer mehr zu Produktionsmaschinen degradiert und weiter auf Leistung hochgezüchtet werden, um möglichst viel aus jedem Tier herauszuholen", erläutert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Nach der aberwitzigen Forderung des Bauernverbandes, der Ende Juli mit einer Art „Abwrackprämie" die Schlachtung von europaweit eineinhalb Millionen Milchkühen forderte, folgt nun auch der EU-Agrarministerrat einem Irrweg in der Milchpolitik. Die Forderung Deutschlands und sieben anderer Länder, die geplante Erhöhung der Produktionsquote zu verschieben, wurde zurückgewiesen. In Kombination mit den im Januar 2009 eingeführten Exportsubventionen für Milchprodukte entsteht eine gefährliche Spirale von Überproduktion und Preisverfall. Wolfgang Apel dazu: „Diese sinnfreie Politik treibt Europa weiter in die Industrialisierung der Landwirtschaft." Was Verbrauchern und Tierfreunden längst bewusst sei, müsse auch in den EU-Gremien klar werden: Die Probleme der Milchpolitik sind auch Tierschutzprobleme, so der Präsident des Verbandes in Bonn weiter. Mit der Fortsetzung der Milchpolitik wie beschlossen, einem Überangebot an Milch und niedrigen Erzeugerpreisen könnten viele Betriebe nicht überleben und müssten aufgeben. „Nur wenige sehr große intensiv geführte Betriebe mit Hochleistungstieren bleiben übrig", wagt Apel einen Ausblick.  
 
Sinnvoll wäre aus Tierschutzsicht eine Reduzierung der Milchproduktion und dem damit verbundenen Anstieg der Preise. Diese Reduzierung ließe sich durch eine Abkehr von Hochleistungstieren, weniger Kraftfutter und mehr Weidegang erreichen. Eine tiergerechte und gleichzeitig wirtschaftliche Haltung der Tiere ist darüber hinaus auch im Interesse der Landwirte: Angesichts gestiegener Energie- und Futtermittelpreise könne es für die Landwirte betriebswirtschaftlich durchaus sinnvoller sein, Kühe zu halten, die etwas geringere Milchleistungen erzielen, dafür aber eine höhere Lebenserwartung haben und einen Großteil ihres Futterbedarfs auf der Weide decken. Die hohe Milchleistung der Kühe von bis zu 50 Litern Milch täglich bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Tiere, so die Tierschützer. Euterentzündungen, Entgleisungen des Stoffwechsels und Störungen der Fruchtbarkeit sind Gründe, weshalb die Kühe bereits mit einem durchschnittlichen Alter von 4,7 Jahren geschlachtet werden.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Michkühe
Rinder
Vorherige Pressemeldungen
 
 

Aktuelle Infos
 
 
Ihr Anruf hilft Tieren
Spenden-Hotline
 
 
Online spenden
Jeder Euro hilft.
 
 
 
Film: Tiere brauchen Schutz
 
(Kopie 2)
 
 
Mitglied werden
Ganz einfach: Online Mitglied werden.
 
 
Unsere Tierschutzvereine
Sortiert nach Postleitzahl oder Ortsname.
 
 
Warnung vor Kleidersammlern
Verschiedene Firmen sammeln widerrechtlich Kleiderspenden im Namen des Deutschen Tierschutzbundes.
 
 
Aktuelle Pressemeldungen
10.02.12: Verbandsklage
10.02.12: Karneval
09.02.12: Tierschutzlehrer
31.01.12: Tiere und Kälte
 
(Kopie 1)
 
 
Video-Podcast
Unsere aktuellen Videos mit Tierschutz-Infos
 
 
Newsletter
Hier finden Sie unseren aktuellen Newsletter.
 
 
FAQ zum Tierschutz
Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Tierschutz.
 
(Kopie 3)
 
 
Spendenkonto
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Konto Nr. 40 444
IBAN:
DE 88 37050198 0000040444
BIC:
COLS DE 33
Spenden sind steuerlich absetzbar.
Gemeinnützigkeit anerkannt.
Selbstverständlich können Sie auch gerne das Online-Spendenformular verwenden.
 


 
Datenschutz | Impressum | Kontakt | Hilfe Druckversion
© 2012 Deutscher Tierschutzbund e.V.