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Pressemeldung Juli 2009 |
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23.07.09Rodeo am Nürburgring: Trauriges Spektakel auf Kosten der Tiere Am kommenden Wochenende findet am Nürburgring eine Rodeoveranstaltung statt. Der Deutsche Tierschutzbund unterstreicht im Vorfeld der Veranstaltung, dass Rodeos grundsätzlich nichts mit Tierwohl zu tun haben. Der Verband begrüßt das engagierte Vorgehen des Rheinland-Pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, das die Disziplin „Bullenreiten" untersagt und die amtstierärztliche Überwachung des Rodeos explizit angekündigt hat. Die Tierschützer bitten die Bevölkerung, diese Veranstaltung zu boykottieren.
„Rodeo ist kein Sport und viele der Tiere leiden. Der Veranstalter sollte sich an wissenschaftlichen Gutachten orientieren. Diese unterstreichen die Tierschutzrelevanz dieser unzeitgemäßen Volksbelustigung auf Kosten der Tiere", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es ist eine Schande, dass einem solchen Spektakel auf dem Nürburgring eine Bühne geboten wird!"
Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, ist - das unterstreichen verschiedene Gutachten - für die Pferde und Rinder zumeist mit Schmerzen, Stress und Angst verbunden. Die Pferde, die auf diesen Schauveranstaltungen für den Flair des Wilden Westens sorgen sollen, sind keine Wildpferde, stellt der Deutsche Tierschutzbund fest. Es sind häufig für wenig Geld gekaufte Pferde, die als „nicht reitbar" gelten. Oft werden die Tiere vor dem Start hinter der Bühne auf unterschiedlichste Art und Weise traktiert, damit sie in der Arena die Abwehrbewegungen in gewünschter Vehemenz zeigen. Noch nach Jahren im Showgeschäft zeigen die eingesetzten Tiere keine Gewöhnung, neben völliger Abstumpfung, Nervosität und Abwehrbewegungen entwickeln einige sogar schwere Verhaltensstörungen.
Trotzdem fehlt bislang ein bundesweites Verbot von Rodeoveranstaltungen. Die meisten Bundesländer haben bereits einen Erlass für ihr Bundesland herausgegeben, welcher zumindest die schlimmsten Disziplinen und Hilfsmittel beim Rodeo verbietet. Eine einheitliche Regelung aller Bundesländer fehlt jedoch bisher und immer wieder werden Erlässe wegen mangelnder Rechtsverbindlichkeit missachtet, moniert der Verband. Umso mehr begrüßt er, dass das Rheinland-Pfälzische Ministerium an seinen Vollzugshinweisen festhält, nach denen die Disziplin „Bullenreiten" aus Tierschutzgründen untersagt wird. Auch die angekündigte amtstierärztliche Überwachung des Spektakels ist ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert ein bundesweites Verbot aller Rodeo-Disziplinen. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt Veranstaltungen ab, bei denen Menschen auf Kosten von Leiden und Schmerzen von Tieren belustigt werden. Der Deutsche Tierschutzbund bittet daher die Bevölkerung, keine Rodeo-Veranstaltungen zu besuchen.
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