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Pressemeldung Juli 2009 |
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17.07.09Rodeo in Köln: Trauriges Spektakel auf Kosten der Tiere Am kommenden Wochenende soll in Köln eine Rodeoveranstaltung stattfinden. Der Deutsche Tierschutzbund unterstreicht im Vorfeld der Veranstaltung, dass Rodeos grundsätzlich nichts mit Tierwohl zu tun haben. Das zuständige Veterinäramt in Köln wurde aufgefordert, den nordrhein-westfälischen Erlass strikt durchzusetzen und die Veranstaltung streng zu kontrollieren. Die Tierschützer bitten die Bevölkerung, diese Veranstaltung zu boykottieren. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Kölner Bürgermeisterkandidaten auf, sich vor der Wahl eindeutig für ein Verbot auszusprechen.
„Rodeo ist kein Sport und viele der Tiere leiden. Die Veranstalter und die Stadt Köln sollten sich an wissenschaftlichen Gutachten orientieren. Diese unterstreichen die Tierschutzrelevanz dieser unzeitgemäßen Volksbelustigung auf Kosten der Tiere", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es ist eine Schande, dass solchen Spektakeln in Köln eine Bühne geboten wird. Der amtierende Bürgermeister Schramma wäre für ein Machtwort gefordert, denn es geht auch um das Image der Domstadt", so Apel, der zugleich die Bürgermeisterkandidaten auffordert, Position zu beziehen, damit die Kölner wissen, wie es die nächsten Jahre um den Tierschutz bestellt ist.
Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, ist - das unterstreichen verschiedene Gutachten - für die Pferde und Rinder mit Schmerzen, Stress und Angst verbunden. Die Pferde, die auf diesen Schauveranstaltungen für den Flair des Wilden Westens sorgen sollen, sind keine Wildpferde. Es sind häufig für wenig Geld gekaufte Pferde, die als „nicht reitbar" gelten. Oft werden die Tiere vor dem Start hinter der Bühne auf unterschiedlichste Art und Weise traktiert, damit sie in der Arena die Abwehrbewegungen in gewünschter Vehemenz zeigen, so die Tierschützer. Noch nach Jahren im Showgeschäft zeigen die Tiere keine Gewöhnung; neben völliger Abstumpfung, Nervosität und Abwehrbewegungen entwickeln sie schwere Verhaltensstörungen.
Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass es bislang kein bundesweites Verbot von Rodeoveranstaltungen gibt. Die meisten Bundesländer haben bereits einen Erlass für ihr Bundesland herausgegeben, welcher zumindest die schlimmsten Disziplinen und Hilfsmittel beim Rodeo verbietet. So untersagt ein Erlass in Nordrhein-Westfalen seit September 2005 zwar die Disziplinen „Wild Horse Race" und „Bullenreiten", das genügt aber aus Tierschutzsicht nicht. Immer wieder werden Erlässe wegen mangelnder Rechtsverbindlichkeit missachtet, moniert der Verband. Daher fordert er ein bundesweites Verbot aller Rodeo-Disziplinen. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt Veranstaltungen ab, bei denen Menschen auf Kosten von Tieren belustigt werden. Der Verband ruft daher die Bevölkerung auf, keine Rodeo-Veranstaltungen zu besuchen.
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