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Pressemeldung April 2009 |
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17.04.09Kein Ei mit 3: Hotelkette „Dorint Hotels & Resorts“ verzichtet auf Eier aus der KäfighaltungNachdem bereits nahezu alle großen Discounter und Handelsunternehmen den Verzicht auf Eier aus der Käfighaltung erklärt haben, steht ab heute fest, dass auch die Dorint-Hotels keine Eier mit der Ziffer 3 mehr verwenden. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Entscheidung und setzt darauf, dass weitere Hotelketten folgen.
„Für jeden Gastgeber gilt, seinen Gästen nur das Beste. Dazu gehört auch die moralisch einwandfreie Verköstigung. Mit dem Verzicht auf Eier aus der Käfighaltung gehen die Dorint-Hotels jetzt einen konsequenten Weg. Unsere Kampagne zeigt immer mehr Wirkung", begrüßt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die heute bekannt gewordene Entscheidung der „Dorint Hotels & Resorts".
Dieser Schritt ist auch deswegen von besonderer Bedeutung, da in Hotels zumeist verarbeitete Eier im Angebot sind. Der Gast kann also die nur für Schaleneier vorgeschriebene Kennung mit der Ziffer 0 (Bio), 1 (Freiland), 2 (Bodenhaltung) oder eben die 3 (Käfighaltung) nicht erkennen. Dorint setzt daher auch konsequenterweise beim Flüssigei auf die alternative, tiergerechte Herkunft. Ein Schritt, den sich der Deutsche Tierschutzbund von anderen Hotelketten und auch Lebensmittelproduzenten ebenso wünscht. In Rührei, Backwaren, Nudeln oder Fertigprodukten zum Beispiel sind häufig Käfigeier versteckt. Etwa 40 Prozent der in Deutschland produzierten Eier werden so verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen.
In den Käfigsystemen hatten die Legehennen die Fläche von 550 cm² als „Lebensraum" zur Verfügung. Im Kleingruppen-Käfig, auf den die Käfigbetreiber seit dem 1.1.2009 umstellen müssen, haben sie gerade mal 800 cm². Dies entspricht nicht einmal der Fläche eines Aktendeckels. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Hennen aufgrund des geringen Platzangebotes die Strukturen nicht nutzen können und so Grundbedürfnisse wie Scharren und Sandbaden nicht befriedigt werden. Auch ein ungestörtes Ruhen der Tiere ist nicht möglich, weil die Sitzstangen im Käfig nur wenige Zentimeter über dem Boden angebracht sind.
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