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Maulwürfe

 
 

Nützliche Untermieter im Garten



Maulwürfe bekommt man nur selten zu Gesicht. © Dieter Haugk/pixelio

Weltweit gibt es 20 Maulwurf-Arten. Bei uns ist der Europäische Maulwurf heimisch. Maulwürfe leben in Gangsystemen unter der Erde, ihre Anwesenheit fällt lediglich durch die - bei vielen Gärtnern nicht sonderlich beliebten - Maulwurfshügel auf. Diese Hügel entstehen aus dem Aushubmaterial der Gänge sowie der Schlaf-, Nest, und Vorratskammern, die der Mauwurf im Untergrund gräbt. Zum Graben nutzt er seine perfekt entwickelten Pfoten, die wie Grabschaufeln aussehen.
 
Der 14 bis 16 Zentimeter lange Maulwurf lebt von tierischer Nahrung wie Regenwürmern und Raupen. Er frisst gerne Schnecken, Engerlinge oder Schnakenlarven und macht sich damit, aus Sicht des Gärtners, ausgesprochen nützlich. Gartenbesitzer sollten sich eigentlich über die Untermieter im Garten freuen, denn deren Anwesenheit zeigt, dass der Boden gesund ist.
 
 

Schutzbestimmungen

Der Maulwurf ist nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderen Schutz gestellt. Auch dem Bundesnaturschutzgesetz zufolge darf man die Tiere weder fangen noch stören. Daher ist es streng verboten, Maulwürfe zu fangen und mit Fallen, Gift oder Abgasen zu töten. Vereinbar mit dem Artenschutzrecht sind allenfalls Vergrämungsmethoden, beispielsweise die Verwendung abstoßender Substanzen (Repellentien).
 
 

Wie kann man Mauwurfshügel im Garten loswerden?



Solche Maulwurfshügel finden manche Gärtner störend, dabei sind sie ein Zeichen für den gesunden Boden. © Herman Eberhardt/pixelio

Maulwürfe reagieren sehr empfindlich auf Erschütterungen. In aller Regel führt daher bereits die regelmäßige Nutzung des Gartens dazu, dass die Tiere in ruhigere Gefilde abwandern.
 
Die Geräte, die im Handel erhältlich sind und Erschütterungen verursachen, sind meist nicht sehr wirksam. Diese Investition kann man sich sparen. Eine Maßnahme, den Maulwurf zu stören, besteht darin, Holzpfähle in die Maulwurfshügel zu schlagen und so oft wie möglich dagegen zu klopfen. Eine Brühe aus Zweigen von Lebensbaum, Holunder oder Knoblauch in kleinen Mengen in die Gänge zu schütten, kann ebenfalls helfen. Die Tiere sollen dabei nicht ertränkt, sondern lediglich durch den Geruch vertrieben werden. Doch bis ein Maulwurf sich derartig gestört fühlt, dass er weiter zieht, müssen solche Maßnahmen häufig wiederholt werden,
 
Bleibt somit die Frage, ob man den Anblick der Maulwurfshügel nicht so lange ertragen kann, bis der Garten bei sommerlicheren Temperaturen wieder regelmäßig genutzt wird und der Maulwurf sich ganz von selbst einen ruhigeren Aufenthaltsort sucht.

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