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Pressemeldung Oktober 2008

 
 

10.10.09

Deutscher Tierschutzbund gibt Tipps für den Igelschutz

Jetzt im Herbst sind vermehrt Igel in Gärten und der freien Natur auf Futtersuche. Die stacheligen Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Eingreifen sollte ein Tierfreund nur, wenn das Tier sichtbar krank, geschwächt oder ein offensichtlich verwaistes Jungtier ist. Der Verband rät daher zunächst das Tier zu beobachten. Ansonsten schadet eine vorschnelle Hilfe mehr als sie nützt, denn oftmals werden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch versorgt. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein informieren, bevor sie einen Igel möglicherweise vorschnell in Pflege nehmen.
 
Die Temperaturen fallen, die Tage werden kürzer. Mensch und Tier bereiten sich auf die anstehende Herbst- und Winterzeit vor. Trifft man in  diesen Tagen ein stacheliges Mitgeschöpf an, sollte man es zunächst nur beobachten. Wichtig ist, möglichst nicht in das natürliche Umfeld des Igels einzugreifen oder gar Unterschlupfmöglichkeiten wie den Komposthaufen oder die Hecke zu zerstören. Denn grundsätzlich haben Igel dort die besten Chancen, den Winter unversehrt zu überstehen.
 
Wirklich hilfsbedürftige Igel sind daran zu erkennen, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten.  Auch Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meistens geschwächt oder krank.
 
Als Faustregel gilt: Bevor das Tier aufgenommen wird, sollte der Tierfreund sich in jedem Fall beim Tierarzt oder im örtlichen Tierheim über die weitere Vorgehensweise informieren und sich Tipps für die Versorgung holen. Falsche Ernährung, wie die Gabe von warmer Milch, kann tödlich für die Igel enden.
 
Eine Broschüre zum Thema „Igelschutz“ kann beim Deutschen Tierschutzbund gegen Zusendung eines mit 0,90 Euro frankierten DIN-lang Rückumschlags angefordert werden. Die Broschüre als Download und weitere Informationen zum Igelschutz gibt es auch auf der Webseite www.tierschutzbund.de und beim örtlichen Tierschutzverein.

 
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