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Aktuelles aus Bremen |
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Im Oktober 2008 hatte die Senatorin Ingelore Rosenkötter entschieden, den erneuten Antrag des Hirnforschers Andreas Kreiter zur Fortsetzung von Affenversuchen an der Universität Bremen abzulehnen. Gegen diese Entscheidung legte Kreiter bei der Behörde Widerspruch ein. Er setzte vor Gericht durch, dass er bis zur Antwort der Behörde seine bisherigen Versuche fortssetzen kann.
Die Bremer Gesundheitsbehörde blieb jedoch konsequent und lehnte im August 2009 den Widerspruch des Forschers erneut ab. Daraufhin erhob Kreiter beim Bremer Verwaltungsgericht Klage gegen diesen Bescheid. Über diesen soll bis zum 1. Quartal 2010 im Eilverfahren entschieden werden. Im Oktober 2009 entschied das Gericht im Rahmen eines Zwischenbescheides, dass Kreiter seine laufenden Versuche an Affen und Ratten vorläufig fortführen darf.
Der Deutsche Tierschutzbund und der Bremer Tierschutzverein bedauern diese Entscheidung, zumal es wohl einmalig ist, dass ohne Genehmigung der Behörde weiter Tierversuche stattfinden dürfen. Der Deutsche Tierschutzbund wird sich weiterhin für ein Ende der Tierversuche an der Bremer Universität einsetzen. Denn der von der Behörde abgelehnte Neuantrag für die Affenversuche, der nicht öffentlich diskutiert werden darf, zeigt keine positiven Neuerungen in dieser Hinsicht. Am Leid der Tiere ändert sich nichts und einen entscheidender medizinischen Durchbruch kann der Bremer Experimentator auch nicht vorweisen – er betreibt weiterhin Grundlagenforschung.
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Gutachten ohne WertDie Universität Bremen beruft sich immer wieder auf ein vom Bremer Senat in Auftrag gegebenes Gutachten einer so genannten Expertenkommission, in dem die Arbeit des Bremer Hirnforschers positiv bewertet worden sei. Diese Expertenkommission war jedoch überwiegend mit Wissenschaftlern besetzt, die selbst Hirnversuche an Affen durchführen. Sie hatte auch keine ethische Beurteilung der Affenversuche zum Auftrag, obwohl die ethische Vertretbarkeit der Versuche im Mittelpunkt aller Diskussionen steht.
Es überrascht nicht, dass im Protokoll der Expertengruppe vor allem die wissenschaftliche Qualität der Primatenexperimente gerühmt wird. Aus dem Protokoll geht allerdings auch hervor, dass konkrete therapeutische Anwendungen nicht in Sicht sind und solche auch nie Ziel dieser Experimente waren. Genau diese waren aber in der öffentlichen Diskussion immer als Argument und Rechtfertigung für die Affenversuche genannt worden.
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