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Pressemeldungen Juni 2008 |
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30.06.081. Juli – Tag gegen TiertransporteMisshandlungen beim Verladen, qualvolle Enge in den Transportern, drückende Hitze, quälender Durst und unerträgliche Schmerzen. So sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa aus. An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende von Kilometern transportiert werden, soll der 1. Juli, der Tag gegen Tiertransporte, erinnern. Zu diesem Anlass fordert der Deutsche Tierschutzbund die grauenhaften Zustände grenzüberschreitend zu beenden und die Transportzeiten in ganz Europa auf acht Stunden zu begrenzen. Geplante Novellierungen der Transportvorschriften in Deutschland und der EU müssten an den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet sein und in jedem Fall zu einer Verbesserung aus Tierschutzsicht führen, so der Verband in Bonn. Nach Schätzungen Europas größter Tier- und Naturschutzorganisation werden täglich über eine Millionen Tiere über Europas Straßen „hin- und hergekarrt“.
Jährlich werden über 360 Millionen Tiere in Europa und über seine Grenzen hinweg hin- und hertransportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Auflagen. Vielfach werden die Tiere über Tage hinweg vom einen Ende Europas ans andere gekarrt, anstatt vor Ort geschlachtet zu werden - nur damit die Agrarindustrie ein paar Cent mehr Profit pro Schlachttier einstreicht. Beispielsweise werden etwa 1,3 Millionen Schweine jährlich zur Mast oder Schlachtung von den Niederlanden über 1.600 Kilometer nach Italien und Spanien gekarrt.
„Die Bedingungen bleiben völlig unzureichend. Die Transporte bedeuten für die Tiere Höllenqualen“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Zu den Forderungen der Tierschützer gehören einerseits die zeitliche Begrenzung der Transporte und andererseits bessere Bedingungen für die Tiere auf den Transportfahrzeugen – insbesondere was die Temperatur- und Platzverhältnisse angeht. Die Transportzeiten bei internationalen Transporten müssten auf maximal 8 Stunden bzw. auf maximal 4 Stunden bei Inlandstransporten beschränkt werden.
Zwar trat Anfang 2007 die EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport in Kraft. Die Regelungen blieben allerdings weit hinter den Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes zurück. So wurden die Anforderungen an die seit Jahren heftig umstrittenen Problembereiche wie Transportzeiten und Ladedichten nicht verschärft, kritisiert der Verband in Bonn.
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