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Pressemeldung April 2008 |
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22.04.08Hundehandel: Reporter und Tierschützer auf der Spur dubioser HändlerDer Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen Tierheime werden vermehrt mit dem Handel von Hunden aller Rassen konfrontiert. Viele der unüberlegt gekauften Tiere sterben oder landen im Tierheim. Immer häufiger finden sich in einschlägigen Internetportalen und in Offertenzeitungen Inserate von Anbietern, die gleich mehrfach Hunde verschiedener Rassen zum Kauf anbieten. Reportern des SAT1-Magazins AKTE 08 und Mitarbeitern des Deutschen Tierschutzbundes gelang es vergangene Woche in Berlin Kontakt mit einem dieser Händler aufzunehmen. Innerhalb von 20 Minuten wechselte bei dem Kauf ein Mops-Welpe den Besitzer. Der Verkäufer übergab der als Kaufinteressentin getarnten Reporterin für 470 Euro ein Tier, das viel zu früh von seiner Mutter getrennt wurde. Der Welpe hatte Staupe.
Solche Verkäufe, wie der jetzt aktuell dokumentierte, sind kein Einzelfall. Zu Tausenden gelangen Hundewelpen aus dem Ausland nach Deutschland. Sie kommen in der Regel aus Osteuropa (Polen, Tschechien, Ungarn) oder aus den Benelux-Ländern. „Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht“, sagt Wolfgang Apel, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Zudem werden die Welpen häufig viel zu früh von ihrem Muttertier getrennt. Mangelerscheinungen und fehlende Sozialisierung sind die Folge. Hinzu kommt, dass ein Großteil der nach Deutschland eingeführten Tiere weder geimpft, noch entwurmt ist und viele Hunde an Infektionskrankheiten und/oder Erbkrankheiten leiden. Allein im Tierheim Berlin wurden im Jahr 2007 rund 80 solcher Hundewelpen aufgenommen. Für einige kam jede Hilfe zu spät – sie starben, weil sie an Infektionen wie Staupe oder Parvovirose erkrankt waren.
Der Deutsche Tierschutzbund warnt eindringlich davor, Hundewelpen und andere Tiere von Straßenhändlern zu kaufen. Auch beim Kauf über Anzeigen ist Vorsicht geboten, insbesondere wenn die Tiere zu „Dumpingpreisen“ inseriert werden. Nicht selten handelt es sich bei den Inserenten um Händler oder Massenzüchter. „Falls es unbedingt ein Rassehund sein soll, muss man sich von den tiergerechten Bedingungen beim Züchter vor Ort überzeugen“, so Apel. Worauf man im Einzelnen achten sollte, darüber informiert der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website. „Bei dem Wunsch nach einem Tier sollte immer der Gang ins Tierheim der erste Schritt sein“, mahnt Apel. Allein 2007 warteten in den über 500 Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, mehr als 80.000 Hunde auf ein neues Zuhause. Die Tiere sind tierärztlich begutachtet und gesund. Außerdem leisten Tierfreunde auf diese Weise gleich einen praktischen Beitrag zum Tierschutz.
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Der Beitrag wird am 22. April, um 22:15 Uhr im SAT1-Magazin AKTE 08 ausgestrahlt.
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