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Pressemeldung März 2008 |
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05.03.08Tierqual-Messe „Fur and Fashion“ öffnet ihre Tore: Deutscher Tierschutzbund ruft zu Boykott aufVom 6. bis 8. März 2008 findet in Frankfurt die internationale Pelzmesse „Fur & Fashion“ statt. Der Deutsche Tierschutzbund ruft zum Boykott von Pelzmode auf, ob als Mantel, Mütze oder Applikation. Für die scheinbar modische Bekleidung leiden – so ergaben aktuelle Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes - allein in 29 deutschen Pelztierfarmen immer noch ca. 330.000 Tiere.
„Die Pelzindustrie versucht mit ihrer PR-Maschinerie einen Boom herbeizureden, um das schlechte Gewissen zu beruhigen. Steigende Verkaufszahlen ändern nichts an der Tierqual. Pelz ist peinlich“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes zum Messestart und ruft zum Kaufboykott auf.
Zudem trickst die Pelzmodeindustrie und betreibt Verbrauchertäuschung. Es gibt noch immer keine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung der Produkte. Oft wird nur der Begriff „Echt Pelz“ verwendet, um das wahre Tierleid zu verschleiern. Auch die Bezeichnung „Origin Assured“ ist nur ein Trick, der nichts über die Haltungsbedingungen der Tiere aussagt. Diese Kennzeichnung bestätigt nur, dass die Felle aus Ländern stammen, die eine Nutztierhaltungsverordnung haben, nicht aber, dass diese auch tiergerecht ist oder überhaupt speziell auf Pelztiere ausgerichtet. Noch immer werden auch Hunde- und Katzenfelle verarbeitet, die als Importware aus Asien nach Europa kommen. Unter anderen auf Druck des Deutschen Tierschutzbundes hat die EU Ende 2007 endlich ein Verbot der Produktion, des Handels und des Verkaufs von Hunde- und Katzenfellen in Europa erlassen. Dieses Verbot tritt am 31.12.2008 in Kraft.
Allein in deutschen Pelztierfarmen fristen ca. 330.000 Nerze, Füchse, Sumpfbiber und Chinchillas ein elendes Dasein. In engen und strukturlosen Drahtkäfigen werden die bewegungsfreudigen Wildtiere gefangen gehalten. Massive Verhaltensstörungen und auch Selbstverstümmelungen der Tiere sind die Folge. Dem tristen Leben wird meist durch Vergasen oder Elektroschock ein qualvolles Ende bereitet. Ein Verbot der Zucht und Haltung von Tieren zur Pelzgewinnung ist dringend erforderlich. Die 2006 in Kraft getretene deutsche Pelztierhaltungsverordnung reicht keineswegs aus, die Situation der Tiere zu verbessern. Seit Jahren tritt der Deutsche Tierschutzbund dafür ein, das Leiden der so genannten Pelztiere zu beenden. Dabei appelliert Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation an jeden einzelnen Verbraucher, das grausame Geschäft nicht zu unterstützen und auch auf Pelzaccessoires und scheinbare Kunstfellapplikationen zu verzichten.
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