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Pressemeldung November 2007

 
 

26.11.07

Deutscher Tierschutzbund begrüßt europäisches Handelsverbot von Hunde- und Katzenfellen

Heute beschloss der EU-Agrarrat eine Verordnung, welche die Ein- und Ausfuhr von Hunde- und Katzenfellen verbietet. Seit Ende der 90er Jahre fordert der Deutsche Tierschutzbund ein solches Verbot. Bereits 1998 belegten Recherchen des Dokumentarfilmers Manfred Karremann gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund, dass auch deutsche Firmen am internationalen Handel mit Hunde- und Katzenfellen beteiligt sind. Nach der neuen Verordnung ist der Handel mit solchen Fellen und Produkten, die diese Felle enthalten, ab dem 31. Dezember 2008 verboten.
 
„Diese Entscheidung ist längst überfällig. Leider ist die Zeit bis zum endgültigen Verbot viel zu lang bemessen – bis Ende 2008 werden daher noch tausende Tiere qualvoll leiden und sterben. Das Signal ist aber richtig: der Sumpf der Tierqualmafia muss ein für alle mal ausgetrocknet werden. Wir haben jahrelang dafür gekämpft und freuen uns, dass sich nun der Agrarrat für den Tierschutz ausgesprochen hat“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Der Handel mit Hunde- und Katzenfellen ist grausam. Auch wenn immer noch in Einzelfällen Ausnahmeregelungen für Lehr- und tierpräparatorische Zwecke zulässig sind, ist die Entscheidung als Erfolg zu werten. Millionenfaches Tierleid wird so durch einen Importstopp vermieden“, so Apel weiter.
 
In Asien werden jährlich zwei Millionen Hunde und Katzen nur wegen ihrer Felle und Häute getötet. Ein Großteil davon wurde bisher in die EU exportiert. Jedes Jahr wurden schätzungsweise bis zu 500.000 Katzen- und 100.000 Hundefelle aus asiatischen Ländern allein nach Deutschland importiert. Hier werden sie zu Rheumadecken, modischen Verzierungen, Applikationen oder Schlüsselanhängern verarbeitet. Gefärbt, präpariert und ohne Kennzeichnung ist die Herkunft der Felle nicht erkennbar, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn.

 
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