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Pressemeldungen Oktober 2007 |
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02.10.2007
Aufruf zum Welttierschutztag am 4. Oktober: Macht Regale frei von Hühnerquälerei – Keine Käfigeier in Produkten!
Ob Verpoorten, Bahlsen, Coppenrath & Wiese oder auch Birkel: In deren Produkte werden Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung verarbeitet. Da diese verarbeiteten Ei-Produkte - anders als das Schalenei – keiner Kennzeichnungspflicht unterliegen, ist die Haltungsform für den Verbraucher nicht erkennbar. Zum Welttierschutztag am 4. Oktober ruft der Deutsche Tierschutzbund daher auf: „Macht Regale frei von Hühnerquälerei – Keine Käfigeier in Produkten“. Vor Verpoorten unterstreicht der Verband seine Forderung.
Mit einem scharfen Angriff auf große Marken der Lebensmittelbranche begeht der Deutsche Tierschutzbund den Welttierschutztag. Ob Eierlikör, Fertignudeln oder Fertigkuchen, ob flüssig oder als Pulver: Jährlich werden von deutschen Unternehmen fünf Milliarden Eier aus der Käfigqualhaltung verarbeitet, ohne dass der Verbraucher dies erkennt. Bei Birkel Teigwaren GmbH sind es täglich rund 500.000 Eier. Bei Coppenrath & Wiese wird jeden Tag ein Tanklastzug Flüssigei angeliefert, gefüllt mit 20.000 Litern, das sind ca. 600.000 Eier. Bei Verpoorten sind es in der Saison täglich mehrere Millionen Eier.
„Wir fordern eine verlässliche Ei-Kennzeichnung, bei der auch deutlich wird, aus welcher Tierhaltung das Lebensmittel oder die Zutaten kommen“, untermauert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, das Leitmotto des Welttierschutztages 2007. Das Argument vieler Produzenten, Eier aus der Käfighaltung seien hygienischer, weist der Deutsche Tierschutzbund als „PR-Märchen“ zurück. Die Unternehmen ignorieren wissenschaftliche Erkenntnisse, dass u.a. die Gefahr von Salmonellenbefall bei Eiern aus der Käfighaltung ungleich höher ist als bei denen aus alternativen Haltungsformen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung im Auftrag der Europäischen Union, untermauert durch eine Untersuchung des Friedrich-Löffler-Instituts.
Mit zehntausenden Postkarten und Plakaten werden die Marken Verpoorten, Birkel Teigwaren, Coppenrath & Wiese und Bahlsen direkt angegangen. Weitere Unternehmen stehen bereits auf der „Hühnerqual-Liste“. Einen Erfolg konnte der Deutsche Tierschutzbund bereits im Vorfeld verbuchen: Dr. Oetker verzichtet seit dem 1. Mai dieses Jahres auf Käfigeier. Bis es zu einer Kennzeichnung kommt, appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Verbraucherinnen und Verbraucher, auf Ei-Fertigprodukte zu verzichten oder zu Öko-Fertigprodukten zu greifen, da dort die Eier immer aus ökologischer Haltung stammen müssen. Die auch auf Druck des Deutschen Tierschutzbundes seit 2004 vorgeschriebene Kennzeichnung von verpackten Schaleneiern ist eine Erfolgsgeschichte. Die Umsatzzahlen der Produkte aus alternativen Haltungssystemen (O für Bio, 1 für Freiland und 2 für Bodenhaltung) steigen gegenüber denen der Eier mit der 3 aus der Käfighaltung stetig an. Das beweist, dass der Verbraucher seine Macht nutzt, wenn die Produkte klar gekennzeichnet sind. Das gilt für Ei-Produkte und sollte aber auch für alle anderen Lebensmittel gelten, betont Apel.
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