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Stierkampf in anderen Ländern

 
 

Nicht nur in Spanien, sondern auch in 60 Städten im Süden Frankreichs, in Portugal, Mexiko und Brasilien werden tödliche Stierkämpfe durchgeführt. Bei einer "Novillada" beispielsweise kämpfen jüngere Toreros gegen Jungstiere. In Mexiko gibt es als perverse Steigerung den Baby-Stierkampf. Baby-Stiere werden in kleine Arenen geführt und dort von den Zuschauern, unter denen sich auch Kinder befinden, zu Tode gestochen.
 
In Portugal war der für den Stier tödliche Teil des Kampfes seit 1928 verboten. Im Augsut 2002 wurde das Verbot für Barrancos, eine Stadt an der spanischen Grenze, wieder aufgehoben.
 
 

Auch "unblutige" Stierkämpfe sind Tierquälerei

In Südfrankreich werden abgesehen von den blutigen auch ,,unblutige" Stierkämpfe ausgetragen. Dabei werden sechs oder acht Stiere nacheinander von sechs Toreros gemeinsam in der Arena von einer Seite zur anderen gejagt. Zwischen den Hörnern tragt der Stier ein Band, an dem eine Rosette befestigt ist. Diese gilt es mit Widerhaken herabzureißen. Stürzt der Stier auf einen Torero zu, so rettet sich dieser auf die Bande. Der Stier prallt dann gegen die innere Bande und kann sich dabei schwere Verletzungen zuziehen.
 
Nach einiger Zeit ist der Stier vollig erschöpft und zittert am ganzen Körper. Spätestens nach 15 Minuten quälerischer Hetzerei offnet sich ein Tor, und der Stier kann die Arena verlassen. Die Stiere werden wiederholt eingesetzt und müssen mehrmals die Torturen des "unblutigen Kampfes" durchstehen.
 
Auch in vielen US-Bundesstaaten sind "unblutige" Stierkämpfe legal. Die Tiere werden aber meist unmittelbar nach dem Kampf getötet.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Tierquälerische Traditionen in Spanien
Ende der Stierkämpfe in Katalonien (28.07.10)
Tage großer Stierqual beginnen wieder (05.07.10)
Blutiges Gemetzel als Kulturgut? (26.03.10)
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