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Pressemeldung März 2007 |
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08.03.07Nein zur Schweinequal in Gerbisbach! – Einwendungen gegen Bau eingereichtIn Gerbisbach in Sachsen-Anhalt soll eine Schweinemastgroßanlage entstehen. Geplant ist ein Projekt für 20.000 Mastschweine und 8.000 Ferkel. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. kämpft gemeinsam mit Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen gegen dieses Vorhaben. Ein unter anderem vom Deutschen Tierschutzbund erstelltes Tierschutz-Gutachten ist Grundlage für die jetzt durch einen Anwalt eingereichten Einwendungen gegen den Bau.
Nach Haßleben (Brandenburg), Allstedt (Sachsen-Anhalt), Mahlwinkel (Sachsen-Anhalt) und Staffelde (Brandenburg) planen Investoren nun den Bau einer weiteren gigantischen Anlage zur Schweinemast. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. unterstützt den breiten Widerstand gegen das Vorhaben in Gerbisbach. Der Genehmigungsbehörde wurden die Einwendungen fristgerecht eingereicht.
„In engen, dunklen und reizarmen Ställen sollen hier über 20.000 Mastschweine ein trauriges Dasein fristen. Wir sagen aus Gründen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes ganz klar NEIN zur Schweinequal und werden uns aktiv am Protest beteiligen“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Neben dem Leid für Tiere bedeutet das Projekt auch eine Minusbilanz für die gesamte Region, betont der Deutsche Tierschutzbund. In vergleichbaren Fällen, zum Beispiel bei der in Haßleben (Brandenburg) geplanten Anlage, ist bereits belegt, dass die täglich anfallende Gülle der Tiere Böden, Bäume und Gewässer irreparabel zerstört und die Luftqualität stark herabsetzt. Diese Umweltzerstörung hat entsprechend schlimme Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige wie den Tourismus. Zudem werden viele kleinbäuerliche Betriebe wegen des durch eine solche Anlage regional weiter verschärften Preiskampfes ihren Hof aufgeben müssen.
In den reizarmen Aufstallungen entstehen bei Schweinen Verhaltensstörungen wie Ohren– und Schwanzbeißen bis hin zu Kannibalismus mit erheblichen Verletzungen der Artgenossen. Das kann im schlimmsten Fall soweit gehen, dass sich die Schweine, die Ohren oder Schwänze gegenseitig ganz abfressen. Die hochintelligenten Tiere vegetieren dicht gedrängt auf Vollspaltenböden in strukturlosen Buchten ohne Stroh bis zur Schlachtreife dahin.
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