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Schweinemastanlage in Allstedt wird nicht gebaut |
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Erfolg!Die im Ziegelrodaer Forst bei Allstedt, Sachsen-Anhalt auf einem alten Flughafengelände geplante Schweinefabrik wird nicht gebaut! Die Prüfung der zuständigen Behörde hat ergeben, dass die Anlage nicht mit den raumordnerischen Zielen wie Forstwirtschaft, Erholung, Wassergewinnung und Tourismus zu vereinbaren ist. Der Investor hat seinen Antrag daraufhin zurückgezogen. Ein großer Erfolg für die Natur- und Tierschützer, die sich dafür eingesetzt haben, dass diese riesige Mastanlage nicht gebaut wird. |
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Was war geplant?Holländische Investoren – beraten vom ehemaligen Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Helmut Rehhahn - wollten den Bau einer gigantischen Schweinezucht- und Mastanlage auf dem ehemaligen Militärflughafen unweit des Ziegelrodaer Forstes, einem Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt, realisieren. In dieser Intensivtierhaltung sollten mehr als 7.000 Sauen, 26.000 Ferkel und mindestens 20.000 Mastschweine ihr Leben fristen.
Trotz massiver Kritik von Seiten des Tier-, Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutzes sowie von über 80 Prozent der Bevölkerung der Region hatte die Landesregierung Sachsen-Anhalt am 27. September 2005 beschlossen, das ehemalige Flughafen-Geländes für 865.000 Euro an das holländische Bieterkonsortium Nooren / IMOVEST zu verkaufen.
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Tierschutzprobleme und UmweltschädigungDie für die Tiere in einer solchen Anlage zu erwartenden Qualen sind erschreckend: Die Schweine werden auf engstem Raum zusammengehalten, ohne Stroh und natürlichen Tageslicht. In solchen Anlagen treten fast immer schwerste Verhaltensstörungen bis hin zum Kannibalismus auf. Die Tiere leiden!
Neben den gravierenden Tierschutzproblemen wird durch die Inbetriebnahme einer solchen industriellen Massentierhaltung auch die Umwelt dauerhaft geschädigt. In vergleichbaren Fällen, u. a. bei der in Haßleben (Brandenburg) von der gleichen Investorengruppe geplanten Anlage, ist bereits belegt, dass die täglich anfallende Gülle der 85.000 Tiere Böden, Bäume und Gewässer irreparabel zerstört und die Luftqualität stark herabsetzt. |
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Weitere AuswirkungenDie Umweltzerstörung hat entsprechend schlimme Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige, wie den Tourismus. Wegen des durch eine solche Anlage regional weiter verschärften Preiskampfes werden viele kleinbäuerliche Betriebe ihren Hof aufgeben müssen. Das „Arbeitsplatzargument“, das die Investoren gerne anführen, wäre nicht nur ein „Nullsummenspiel“, sondern eine „Minusbilanz“ für die Region Allstedt und das Land Sachsen-Anhalt geworden.
Wir brauchen und wollen solche Anlagen nicht - nicht in Allstedt, nicht in Haßleben – nirgendwo!
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