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Pressemeldungen Dezember 2006

 
 

12.12.06

Morgige Abstimmung über REACH im EU-Parlament: Zustimmen und weitermachen

Das EU-Parlament wird morgen (13.12.2006) über die EU-Chemikalienverordnung (REACH) abstimmen. Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes ruft die Parlamentarier auf, dem gefundenen Kompromiss zuzustimmen. Die dann beschlossene Verordnung darf aber nicht zum Stillstand im Tier-, Umwelt- und Gesundheitsschutz führen. Viele Forderungen des Tierschutzes sind noch nicht zufriedenstellend umgesetzt.
 
Die Akademie für Tierschutz zieht eine erste positive Bilanz zu der Chemikalienverordnung, die morgen zur Abstimmung im EU-Parlament vorliegt: Es ist gelungen, viele Tierversuche zu verhindern und wichtige Maßgaben zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren zu verankern – zugunsten eines verbesserten Umwelt- und Gesundheitsschutzes.
 
Gleichwohl wurden noch nicht alle Tierversuche durch heute bereits verfügbare tierversuchsfreie Verfahren ersetzt. Daher muss bei der Umsetzung der Verordnung ein konkretes Verfahren zur fortlaufenden Anerkennung neuer tierversuchsfreier Prüfmethoden festgesetzt werden und anschließend umgehend zum Einsatz gelangen.
 
Eu-Parlament, EU-Ministerrat und EU-Kommission hatten sich Ende November im „Trialog“ auf den gemeinsamen Kompromiss verständigt. Damit wäre nach rund sechs Jahren die inhaltliche Arbeit am neuen REACH-System abgeschlossen. „Auch wenn rein formal gesehen das Verfahren nach einer zu hoffenden offiziellen Zustimmung der Parlamentarier – sowie anschließend des Rates - beendet ist, muss die Diskussion weitergehen. Dieser Kompromiss darf nicht das Ende der Fortschritte sein. Daher rufen wir auf: Zustimmen und weitermachen“, erklärt Dr. Brigitte Rusche. Die Anwendung tierversuchsfreier Giftigkeitsprüfungen diene auch einem verbesserten Umwelt- und Verbraucherschutz.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Chemikalienpolitik in der EU
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