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Pressemeldungen Dezember 2006 |
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04.12.06EU-Einigung über Chemikalienpolitik: Wichtiger Impuls für tierversuchsfreie Verfahren – doch weitere Tierversuche müssen abgeschafft werdenAm Freitag haben sich EU-Parlament, EU-Ministerrat und EU-Kommission auf einen gemeinsamen Kompromiss zur neuen EU-Chemikalienverordnung, REACH, geeinigt. Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes zieht eine erste positive Bilanz: Es ist gelungen, viele Tierversuche zu verhindern und wichtige Maßgaben zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren zu verankern – zugunsten eines verbesserten Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Gleichwohl wurden noch nicht alle Tierversuche durch bereits verfügbare tierversuchsfreie Verfahren ersetzt. Daher müsse bei der Umsetzung der Verordnung ein konkretes Verfahren zur fortlaufenden Anerkennung neuer tierversuchsfreier Prüfmethoden festgesetzt werden.
Im EU-Parlament sowie im EU-Ministerrat steht die neue Chemikalienverordnung, REACH, derzeit in zweiter und letzter Lesung. Doch noch vor den jeweiligen Abstimmungen haben sich am vergangenen Freitag Europaparlament, EU-Ministerrat und EU-Kommission im „Trialog“ auf einen gemeinsamen Kompromiss verständigt. Damit ist nach rund sechs Jahren die inhaltliche Arbeit am neuen REACH-System abgeschlossen.
„Insiderinformationen zufolge wird in REACH wird nun ausdrücklich verankert, dass tierversuchsfreie Prüfmethoden zur Ermittlung gefährlicher Wirkungen von Chemikalien gefördert werden sollen“, zieht Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz, eine erste positive Bilanz. „Auch die Maßgaben zur Offenlegung und gemeinsamen Nutzung bereits vorhandener Daten sind wesentlich verschärft worden. Allein dadurch erübrigt sich die Diskussion über viele Tierversuche von vorn herein“, so Rusche.
Gleichzeitig beklagt der Deutsche Tierschutzbund allerdings, dass offensichtlich nicht alle Tierversuche in den Prüfvorschriften durch bereits verfügbare tierversuchsfreie Prüfmethoden ersetzt wurden. Zudem habe man sich noch nicht darauf verständigt, nach welchem Verfahren neue tierversuchsfreie Prüfmethoden zukünftig fortlaufend anerkannt werden müssen.
„Da sich Rat, Parlament und Kommission nun gleichermaßen dafür aussprechen, dass giftige Wirkungen von Chemikalien tierversuchsfrei ermittelt werden sollen, werden wir bei der Umsetzung von REACH darauf dringen, dass ein solches Anerkennungsverfahren noch festgesetzt wird“, erklärte Rusche. Die Anwendung tierversuchsfreier Giftigkeitsprüfungen diene auch einem verbesserten Umwelt- und Verbraucherschutz.
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